Zeitzonenrechner: Zeitverschiebung & Weltzeit im Überblick
Bis zu acht Orte im Stundenraster, mit Zeitverschiebung und Terminfenster.
Sonnenauf- und -untergang, Tageslänge und Dämmerung für Ort und Datum.
Sonnenaufgang06:09 Uhr
Am Freitag, 28.08.2026, geht die Sonne in Berlin um 06:09 Uhr auf und um 20:07 Uhr unter. Der Tag ist 13:58 Stunden lang, der Sonnenhöchststand liegt um 13:08 Uhr. Die bürgerliche Dämmerung reicht von 05:33 bis 20:43 Uhr.
| Ereignis | Uhrzeit | Sonnenhöhe |
|---|---|---|
| Astronomische Dämmerung (Morgen) | 03:55 Uhr | −18° |
| Nautische Dämmerung (Morgen) | 04:47 Uhr | −12° |
| Bürgerliche Dämmerung (Morgen) | 05:33 Uhr | −6° |
| Sonnenaufgang | 06:09 Uhr | −0,833° |
| Sonnenuntergang | 20:07 Uhr | −0,833° |
| Bürgerliche Dämmerung (Abend) | 20:43 Uhr | −6° |
| Nautische Dämmerung (Abend) | 21:29 Uhr | −12° |
| Astronomische Dämmerung (Abend) | 22:21 Uhr | −18° |
Der Sonnenaufgang-Rechner arbeitet mit den Sonnenstandsgleichungen der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA (General Solar Position Calculations). Aus dem Datum wird der Tag des Jahres bestimmt: Der 21.06.2026 ist der 172. Tag. Daraus folgt der Winkel γ, den die Erde seit Jahresbeginn auf ihrer Bahn zurückgelegt hat: 2π ÷ 365 × 171 = 2,9436 im Bogenmaß, also 168,6575°. Aus γ ergeben sich als Reihenentwicklung mit den amtlichen NOAA-Koeffizienten die Zeitgleichung, der Abstand zwischen Sonnenuhr und bürgerlicher Uhr (am 21.06.2026 −1,3282 Minuten), und die Deklination, der Breitengrad, über dem die Sonne mittags senkrecht steht (an diesem Tag +23,4520°). Beide bestimmt der Rechner einmal je Tag, zum wahren Mittag.
Mit der geografischen Breite folgt daraus der Stundenwinkel: der Winkel, um den sich die Erde vom Mittag bis zum Sonnenaufgang dreht, vier Minuten Zeit je Grad. Der wahre Mittag liegt bei 720 − 4 × Längengrad − Zeitgleichung Minuten nach Mitternacht Weltzeit, Aufgang und Untergang symmetrisch davor und dahinter. Erst zum Schluss wird aus diesem Weltzeit-Zeitpunkt eine Ortszeit.
Sonnenaufgang ist nicht der Moment, in dem der Sonnenmittelpunkt den Horizont erreicht. Die Sonnenscheibe hat einen scheinbaren Radius von 16 Bogenminuten (0,267°), und die Lufthülle hebt ihr Bild am Horizont um weitere 34 Bogenminuten (0,567°) an. Zusammen sind das 50 Bogenminuten oder die 0,833°, die NOAA im Sunrise/Sunset-Verfahren ansetzt; der Rechner nimmt den Aufgang deshalb bei einer Sonnenhöhe von −0,833° an. Die drei Dämmerungsphasen sind über dieselbe Größe genauso klar definiert (U.S. Naval Observatory, Rise, Set, and Twilight Definitions): bürgerliche Dämmerung bis −6°, nautische bis −12°, astronomische bis −18°. Die Ergebnistabelle zeigt alle acht Zeitpunkte, von der astronomischen Dämmerung am Morgen bis zu ihrem Ende am Abend.
Die blaue Stunde ist kein astronomischer Fachbegriff, sondern die dunklere Hälfte der bürgerlichen Dämmerung; die goldene Stunde umfasst die knappe Stunde vor dem Untergang und nach dem Aufgang. Eine feste Stunde ist beides nicht: In Berlin liegen am 21.06.2026 zwischen Sonnenuntergang (21:33 Uhr) und dem Ende der bürgerlichen Dämmerung (22:23 Uhr) 50 Minuten, am 21.12.2026 zwischen 15:54 und 16:35 Uhr nur 41. Am kürzesten wird die Dämmerung um die Tagundnachtgleiche, wenn die Sonne am steilsten durch die Dämmerungszone wandert: am 20.03.2026 zwischen 18:18 und 18:52 Uhr, 34 Minuten.
Zwischen Flensburg (54,78° Nord) und Freiburg im Breisgau (47,99° Nord) liegen 6,8 Breitengrade. Am 21.06.2026 ist der Tag in Flensburg 17:20 Stunden lang, in Freiburg 16:03 Stunden: 77 Minuten Unterschied innerhalb eines Landes. Am 21.12.2026 kehrt sich das Verhältnis um, aber nicht im selben Maß: Flensburg kommt auf 7:13 Stunden, Freiburg auf 8:22, also 69 Minuten. Der Norden gewinnt im Sommer acht Minuten mehr, als er im Winter verliert. Diese Asymmetrie steckt in der 0,833°-Korrektur, die jeden Tag verlängert, im Norden stärker als im Süden.
Für jede der vier Schwellen prüft der Rechner denselben Ausdruck, hier arg genannt. Liegt er zwischen −1 und 1, wird die Schwelle an diesem Tag zweimal überschritten, morgens und abends. Liegt er über 1, bleibt der Himmel den ganzen Tag dunkler als diese Schwelle; bei der Aufgangsschwelle heißt das Polarnacht. Liegt er unter −1, bleibt der Himmel die ganze Nacht heller; bei der Aufgangsschwelle ist das die Mitternachtssonne. Dieselbe Regel bei −18° erklärt eine Erfahrung, die man in Deutschland jeden Juni macht: Für Berlin ergibt sich am 21.06.2026 arg(108°) = −1,12. Die Sonne sinkt in dieser Nacht nirgends tiefer als 18° unter den Horizont, die astronomische Dämmerung endet also gar nicht, und bis zum Morgengrauen bleibt ein Rest Helligkeit am Himmel: die weißen Nächte. Dieselbe Rechnung mit einer anderen Schwelle liefert für Longyearbyen am 21.12.2026 arg(96°) = 1,52. Dort wird es an diesem Tag nicht einmal bürgerlich dämmrig, während die nautische und die astronomische Dämmerung eintreten. Deshalb wertet der Rechner alle vier Schwellen getrennt aus.
Am 20.03.2026 zeigt der Rechner für Berlin 12:06 Stunden, nicht 12:00. Der Grund steckt in der 0,833°-Korrektur: Der Stundenwinkel beträgt 90,7677° statt der 90°, die ein exakt symmetrischer Tag verlangen würde. Die überschüssigen 0,7677° kosten pro Seite gut drei Minuten, morgens früher hell und abends später dunkel, zusammen rund sechs Minuten. Am Äquator bleibt die Tageslänge dagegen das ganze Jahr bei rund zwölf Stunden: Für Quito rechnet der Rechner am 04.08.2026 12:07 Stunden, obwohl die Deklination an diesem Tag 17,46° beträgt. Das liegt allein an der Breite nahe null. Der Term, über den die Deklination die Tageslänge verändert, wird mit dem Tangens der geografischen Breite multipliziert, und der ist am Äquator praktisch null.
NOAA gibt für dieses Verfahren selbst eine Genauigkeit von etwa einer Minute für Breiten zwischen 72° Nord und 72° Süd an und etwa zehn Minuten jenseits davon. Die Prüffälle dieses Rechners bleiben innerhalb von zwei Minuten zu den Auf- und Untergangsdaten des U.S. Naval Observatory: Berlin trifft am 21.06.2026 mit 04:43 und 21:33 Uhr exakt, Quito am 04.08.2026 mit 06:17 und 18:23 Uhr ebenfalls, Berlin am 20.03.2026 weicht mit 06:11 statt 06:09 Uhr ab.
Der Rechner bestimmt den Zeitpunkt in Weltzeit und rechnet ihn erst dann in die Zeitzone des Orts um. Das entscheidet über den Tag der Zeitumstellung: Am 29.03.2026 springt die Uhr in der EU um 01:00 Uhr Weltzeit von 2 auf 3 Uhr. Sonnenaufgang (04:50 Uhr Weltzeit) und Sonnenuntergang (17:33 Uhr Weltzeit) liegen beide danach, also gilt für beide schon die Sommerzeit: 06:50 und 19:33 Uhr. Ein fester Stundenversatz für den Kalendertag träfe eines der beiden Ereignisse zwangsläufig falsch. Welche Zeitzone an welchem Tag welchen Versatz hat, zeigt der Zeitzonenrechner.
Gesucht sind Auf- und Untergang am 21.06.2026 in Berlin (52,52° Nord, 13,40° Ost).
Für Tromsø (69,65° Nord) ergibt dieselbe Rechnung an diesem Tag arg(90,833°) = 1,12, also über 1: Die Sonne bleibt unter dem Horizont, der Rechner nennt weder Aufgangs- noch Untergangszeit, und die Tageslänge ist 0:00 Stunden. Bei der Schwelle 96° dagegen kommt arg = 0,84 heraus, also ein Stundenwinkel von 32,8326°: bürgerliche Dämmerung von 09:31 bis 13:53 Uhr, gut vier Stunden ohne Lampe. Auch das U.S. Naval Observatory weist für diesen Tag exakt 09:31 und 13:53 Uhr aus. Beispiel im Rechner öffnen.
Die Kalenderwoche zum Reisedatum liefert der Kalenderwochen-Rechner.
Berechnungsgrundlage: NOAA Solar Position Calculations · zuletzt geprüft: 06.08.2026.
Zwei Minuten sind die Messlatte: So weit dürfen die Prüffälle dieses Rechners von den Daten des U.S. Naval Observatory abweichen. Zweierlei deckt dieser Abgleich nicht ab. Erstens meldet der USNO-Dienst nur Aufgang, Untergang, Kulmination und bürgerliche Dämmerung; für Longyearbyen am 21.12.2026 nicht einmal das, sondern nur den Zustand „Object continuously below the Horizon“. Die nautischen und astronomischen Zeiten dieser Seite sind daher reine Formelwerte. Zweitens sind die Koordinaten der Ortsliste auf zwei Nachkommastellen gerundet, was aber nur 2,4 Sekunden Zeit je 0,01° Länge ausmacht.
Die drei Phasen unterscheiden sich allein darin, wie tief die Sonne unter dem Horizont steht: 6°, 12° und 18° (U.S. Naval Observatory, „Rise, Set, and Twilight Definitions“). Während der bürgerlichen Dämmerung lässt sich draußen noch ohne Lampe lesen. In der nautischen sind Horizontlinie und helle Sterne gleichzeitig sichtbar, daher der Name aus der Seefahrt. Erst wenn die astronomische Dämmerung endet, ist der Himmel wirklich schwarz. In Berlin liegen am 21.12.2026 zwischen 06:07 Uhr und dem Sonnenaufgang um 08:15 Uhr gut zwei Stunden Dämmerung.
Weil die Sonne im Hochsommer auch nachts keine 18° unter den Horizont sinkt, die Schwelle der astronomischen Dämmerung. In Berlin sind das 2026 die 69 Nächte vom 19. Mai bis zum 26. Juli. Die Grenze für diese weißen Nächte liegt am 21. Juni bei 48,55° Nord und damit mitten in Deutschland: Für Freiburg im Breisgau (47,99° N), gut 60 Kilometer südlich davon, endet die astronomische Dämmerung am 21.06.2026 noch um 00:50 Uhr und beginnt um 02:10 Uhr wieder. In Berlin, 500 Kilometer weiter nördlich, steht in beiden astronomischen Zeilen der Tabelle „durchgehend heller als dieser Wert“.
Nördlich des Polarkreises bei 66,56° geht die Sonne um die Sommersonnenwende herum überhaupt nicht unter. Für Tromsø (69,65° N) zeigt der Rechner am 21.06.2026 weder Aufgang noch Untergang, eine Tageslänge von 24:00 Stunden und den Sonnenhöchststand um 12:45 Uhr. Das U.S. Naval Observatory meldet für denselben Tag „Object continuously above the Horizon“. Südlich des südlichen Polarkreises gilt dasselbe ein halbes Jahr versetzt, etwa an der McMurdo-Station im antarktischen Dezember.
In Longyearbyen (78,22° N) läuft sie am Stück vom 28. Oktober 2026 bis zum 15. Februar 2027, also 111 Tage lang, an denen der Rechner weder Aufgang noch Untergang nennt. Am 21.12.2026 wird es dort nicht einmal bürgerlich dämmrig; übrig bleiben die nautische Dämmerung von 10:56 bis 12:54 Uhr und die astronomische von 07:37 bis 16:14 Uhr. Am 16.02.2027 kommt die Sonne zurück: Aufgang 12:06 Uhr, Untergang 12:18 Uhr, Tageslänge 0:12 Stunden.
Weil als Aufgang schon der obere Sonnenrand zählt und die Lufthülle ihn zusätzlich anhebt. Die Deklination wirkt am 20.03.2026 sogar dagegen: Die Sonne steht mittags noch 0,46° südlich des Äquators und kürzt den Berliner Tag um rund fünf Minuten: ohne diesen Rest wären es 12:11 statt 12:06 Stunden. Wer die Tage einzeln durchrechnet, sieht auch das Tempo: Berlin gewinnt Mitte März gut vier Minuten pro Tag, 11:58 Stunden am 18., 12:02 am 19., 12:06 am 20. März.
Sonnenaufgang-Rechner: Auf- und Untergang mit Dämmerung · https://easytools4me.de/sonnenaufgang-rechner/
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