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Eisprungrechner: Eisprung und fruchtbare Tage

Fruchtbare Tage und Eisprung für die nächsten drei Zyklen.

Der erste Tag Ihrer letzten Regelblutung, nicht der letzte.

Vom ersten Tag einer Regelblutung bis zum Tag vor der nächsten. Übliche Zyklen dauern 21 bis 35 Tage. Zyklen unter 21 oder über 35 Tagen sollten frauenärztlich abgeklärt werden.

Erweiterte Einstellungen

Nur ändern, wenn Sie Ihre Lutealphase kennen, etwa aus NFP-Zyklusaufzeichnungen. Üblich sind 12 bis 16 Tage; 14 Tage sind die Standardannahme.

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So wird gerechnet

Der Zyklus hat zwei Hälften, und nur eine davon ist verlässlich

Ein Menstruationszyklus zerfällt in zwei Abschnitte. Die erste Hälfte, vom ersten Tag der Regelblutung bis zum Eisprung, ist die unruhige: Sie kann sich durch Stress, Krankheit oder Reisen um Tage verschieben. Die zweite Hälfte, die Lutealphase oder Gelbkörperphase, bleibt dagegen vergleichsweise konstant. Frauenärzte im Netz beschreibt den Standardzyklus mit einer „Sekretionsphase (Luteal-oder Gelbkörperphase) (15. bis 28. Zyklustag)“, also 14 Tage nach dem Eisprung; die BZgA nennt im Lexikon „Etwa 10 bis 14 Tage vor der nächsten Periode erfolgt der Eisprung“. Deshalb rechnet dieser Rechner den Eisprung rückwärts von der nächsten Regelblutung und nicht vorwärts vom Zyklusbeginn.

Die Formel

Aus dieser Überlegung folgt unmittelbar:

Eisprung = erster Tag der letzten Periode + (Zykluslänge − 14 Tage)

Das ist dasselbe wie „nächste Regelblutung minus 14 Tage“, denn die nächste Regelblutung fällt auf den ersten Tag der letzten Periode plus eine Zykluslänge. Wer seine eigene Lutealphase kennt (etwa aus NFP-Zyklusaufzeichnungen), trägt sie im Feld „Erweiterte Einstellungen“ ein; dann tritt dieser Wert an die Stelle der 14 Tage.

14. oder 15. Zyklustag? Eine Frage der Zählweise

Bei einem 28-Tage-Zyklus liegt der Eisprung 14 Tage nach dem Zyklusbeginn. Zählt man den ersten Tag der Blutung als Zyklustag 1 (so macht es dieser Rechner), ist das der 15. Zyklustag. Quellen, die ab null zählen, nennen denselben Tag als „14. Zyklustag“. Keine der beiden Zählweisen rechnet falsch; an der Schätzung selbst ändert ein Tag an dieser Stelle nichts.

Das fruchtbare Fenster: fünf Tage davor, ein Tag danach

Fruchtbar ist nicht nur der Eisprungtag. Die BZgA schreibt: „Männliche Spermien können bis zu 5 Tage lang im Gebärmutterhals (Zervix) und im Uterus überleben.“ Gleichlautend das IQWiG: „Die fruchtbaren Tage beginnen etwa fünf Tage vor dem Eisprung“. Nach dem Eisprung kommt ein weiterer Tag hinzu, denn die Eizelle ist nur „etwa 24 Stunden lang“ befruchtungsfähig (BZgA); findet in dieser Zeit keine Befruchtung statt, stirbt sie ab (Frauenärzte im Netz).

Die BZgA zählt daraus sechs fruchtbare Tage: fünf Tage plus den Eisprungtag. Dieser Rechner zeigt sieben Tage, weil er die Lebensdauer der Eizelle zusätzlich berücksichtigt. Das Fenster ist damit bewusst eher weit als eng gefasst.

Die besten Tage

Die BZgA empfiehlt: „Damit es zur Befruchtung der Eizelle kommen kann, sollte der Geschlechtsverkehr am besten 1 bis 2 Tage vor dem Eisprung stattfinden.“ Dieselbe Seite merkt an, dass die Chance am Eisprungtag selbst etwas geringer ist, weil die Spermien Zeit bis zur Eizelle brauchen. Der Rechner nimmt den Eisprungtag trotzdem in das Fenster „höchste Wahrscheinlichkeit“ auf (das ist seine eigene Entscheidung und keine Aussage der BZgA), weil der berechnete Eisprungtag ohnehin nur ein Schätzwert ist.

Der errechnete Geburtstermin: Eisprung + 266 Tage

Die Naegele-Regel rechnet 280 Tage ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung bei einem 28-Tage-Zyklus. Da der Eisprung darin auf den 14. Tag fällt, bleiben ab dem Eisprung 280 − 14 = 266 Tage. Bei der Standardannahme von 14 Tagen Lutealphase ist die Rechnung „Eisprung + 266 Tage“ deshalb algebraisch identisch mit der erweiterten Naegele-Regel „letzte Regel + 280 + (Zykluslänge − 28)“.

Weicht die Lutealphase vom Vorgabewert ab, gilt diese Identität nicht mehr: allgemein ist der Termin „letzte Regel + 280 + (Zykluslänge − 28) + (14 − Lutealphase)“. Bei einer Lutealphase von 11 Tagen liegt er also drei Tage später als nach der erweiterten Naegele-Regel. Das ist gewollt: ein späterer Eisprung bedeutet eine spätere Empfängnis.

Warum drei Zyklen vorausberechnet werden

Wer den Kinderwunsch plant, braucht mehr als einen Termin: Urlaub, Schichtdienst und Arzttermine lassen sich nur mit etwas Vorlauf legen. Der Rechner zeigt deshalb drei Zyklen. Dabei gilt: Jeder weitere Zyklus baut auf der Annahme auf, dass der vorherige exakt die angegebene Länge hatte. Zyklus 1 ist eine Schätzung, Zyklus 3 nur noch ein Planungshinweis.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Zyklen schwanken. Der Rechner unterstellt, dass Ihr nächster Zyklus exakt so lang wird wie der angegebene. Tatsächlich hat nur „etwa jede zehnte Frau“ einen 28-Tage-Zyklus (BZgA), und auch bei derselben Frau schwankt die Zykluslänge von Monat zu Monat.
  • Feste Lutealphase. Die Annahme „14 Tage“ ist ein Mittelwert; üblich sind 12 bis 16 Tage. Wer seine Lutealphase kennt, kann sie im Zusatzfeld eintragen.
  • Keine Körperzeichen. Aufwachtemperatur, Zervixschleim, Muttermund und LH-Tests gehen nicht in die Berechnung ein. Genau diese Zeichen machen die symptothermale Methode deutlich treffsicherer als jede Kalenderrechnung.
  • Keine gesundheitlichen Einflüsse. PCO-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen, Endometriose, starker Stress, Reisen, Krankheit, Stillzeit, das Absetzen hormoneller Verhütung und die Wechseljahre verschieben den Eisprung; der Rechner kennt sie nicht.
  • Keine Aussage über Fruchtbarkeit. Der Rechner sagt nichts darüber, ob eine Schwangerschaft eintreten kann. Bei unerfülltem Kinderwunsch ist die frauenärztliche Abklärung der richtige Weg.
  • Der Geburtstermin ist ein Rechenwert. Er unterstellt eine Empfängnis genau am Eisprungtag. In der Schwangerenvorsorge wird der Termin per Ultraschall bestimmt und weicht häufig ab; nur wenige Kinder kommen exakt am errechneten Tag zur Welt.
  • Ein Tag Zählweise. Der Eisprung wird 14 Tage vor der nächsten Regelblutung angesetzt, bei einem 28-Tage-Zyklus also 14 Tage nach dem Zyklusbeginn, nach der Zählweise dieses Rechners der 15. Zyklustag. Manche Quellen sprechen vom „14. Zyklustag“; dieser Unterschied liegt weit innerhalb der natürlichen Schwankung.
  • Keine Speicherung. Es werden keine Zyklusdaten gespeichert, ausgewertet oder an Dritte übermittelt; die Eingaben stehen ausschließlich in der Adresszeile. Wer den Link teilt, teilt damit auch diese Angaben.

Wie es genauer geht

Die symptothermale Methode bestimmt den Eisprung aus zwei Körperzeichen, der Aufwachtemperatur und dem Zervixschleim, die zusammen ausgewertet werden; das Regelwerk der Arbeitsgruppe NFP heißt sensiplan. LH-Ovulationstests aus der Apotheke zeigen den Hormonanstieg ein bis zwei Tage vor dem Eisprung an. Bleibt der Kinderwunsch unerfüllt oder ist der Zyklus auffällig kurz, lang oder unregelmäßig, hilft die frauenärztliche Zyklusdiagnostik weiter.

Zur Verhütung taugen Kalenderrechnungen dagegen nicht: Das IQWiG nennt die Kalender-Methode „sehr unsicher“, die WHO ordnet Methoden der Zykluswahrnehmung als weniger zuverlässig ein, und die BZgA schreibt: „Soll eine Schwangerschaft verhindert werden, ist allein auf solche Berechnungen und Apps deshalb kein Verlass.“

Rechenbeispiel

Beispiel 1: 28-Tage-Zyklus, letzte Periode am 01.02.2026

  1. Abstand zum Eisprung: 28 − 14 = 14 Tage.
  2. Eisprung: 01.02.2026 + 14 Tage = 15.02.2026.
  3. Fruchtbares Fenster: 15.02.2026 − 5 Tage = 10.02.2026 bis 15.02.2026 + 1 Tag = 16.02.2026, also 10.02.2026 bis 16.02.2026.
  4. Beste Tage: 15.02.2026 − 2 Tage bis zum Eisprungtag, also 13.02.2026 bis 15.02.2026.
  5. Nächste Regelblutung: 01.02.2026 + 28 Tage = 01.03.2026.
  6. Geburtstermin bei Empfängnis am Eisprungtag: 15.02.2026 + 266 Tage = 08.11.2026.

Gegenprobe mit der Naegele-Regel: 01.02.2026 minus drei Monate = 01.11.2025, plus sieben Tage = 08.11.2025, plus ein Jahr = 08.11.2026, dasselbe Datum. Beispiel im Rechner öffnen.

Beispiel 2: 31-Tage-Zyklus, letzte Periode am 01.02.2026

31 − 14 = 17, der Eisprung fällt also auf den 18.02.2026. Das fruchtbare Fenster reicht vom 13.02.2026 bis 19.02.2026, die nächste Regelblutung wird am 04.03.2026 erwartet, der errechnete Geburtstermin liegt auf dem 11.11.2026. Beispiel im Rechner öffnen. Der Vergleich mit Beispiel 1 zeigt die Rechenlogik in einem Satz: Drei Tage mehr Zykluslänge verschieben den Eisprung um drei Tage nach hinten; die Lutealphase bleibt unverändert.

Steht der Geburtstermin fest, rechnet der Schwangerschaftsrechner daraus die aktuelle Schwangerschaftswoche und die Vorsorgetermine aus.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Eisprung?

Von der nächsten Regelblutung rückwärts: erster Tag der letzten Periode plus Zykluslänge minus 14 Tage. Das funktioniert, weil die Lutealphase, die zweite Zyklushälfte, bei derselben Frau deutlich stabiler verläuft als die erste. Für einen 28-Tage-Zyklus mit Beginn am 01.02.2026 fällt der berechnete Eisprung auf den 15.02.2026; die BZgA umschreibt dasselbe als „etwa 10 bis 14 Tage vor der nächsten Periode“.

Wann sind meine fruchtbaren Tage?

Der Rechner zeigt pro Zyklus sieben fruchtbare Tage: die fünf vor dem Eisprung, weil Spermien laut BZgA bis zu fünf Tage im Körper überleben können, den Eisprungtag selbst und den Tag danach, weil die Eizelle noch etwa 24 Stunden befruchtungsfähig bleibt. Am wahrscheinlichsten wird eine Schwangerschaft ein bis zwei Tage vor dem Eisprung. Das Fenster aller drei vorausberechneten Zyklen zeigt die Tabelle im Ergebnis.

Wie genau ist ein Eisprungrechner?

Eine Schätzung, keine Messung: Laut BZgA hat nur etwa jede zehnte Frau einen 28-Tage-Zyklus, und selbst bei derselben Frau ist die Zykluslänge von Monat zu Monat nicht gleich. Erkrankungen, starker Stress oder das Absetzen hormoneller Verhütung verschieben den Eisprung zusätzlich. Etwas genauer wird die Rückrechnung, wenn Sie Ihre eigene Lutealphase im Zusatzfeld eintragen; den Eisprungtag selbst erfassen aber nur Körperzeichen wie Aufwachtemperatur und Zervixschleim oder ein LH-Test aus der Apotheke.

Kann ich mit dem Eisprungrechner verhüten?

Nein, zur Verhütung ist eine Kalenderrechnung nicht geeignet. Das IQWiG stuft die Kalender-Methode als „sehr unsicher“ ein, weil Zykluslänge und Eisprungzeitpunkt schwanken; die WHO hält Methoden der Zykluswahrnehmung für weniger zuverlässig. Wer eine Schwangerschaft sicher verhindern möchte, lässt sich frauenärztlich beraten und wählt ein Verfahren, das nicht vom berechneten Termin abhängt.

Was bedeutet die Lutealphase von 14 Tagen?

Die Lutealphase ist die Zeitspanne vom Eisprung bis zur nächsten Regelblutung; üblich sind 12 bis 16 Tage. Die Rückrechnung stützt sich auf diesen Zyklusabschnitt, weil er sich vergleichsweise wenig verschiebt; der Rechner setzt dafür den Standardwert von 14 Tagen an. Wer aus NFP-Aufzeichnungen einen eigenen Wert kennt, trägt ihn im Zusatzfeld ein, und Eisprung wie Geburtstermin verschieben sich entsprechend.

Quellen

Eisprungrechner: fruchtbare Tage online berechnen · https://easytools4me.de/eisprungrechner/

Berechnet mit easytools4me.de. Ohne Gewähr.