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Feiertage-Rechner: Gesetzliche Feiertage je Bundesland

Feiertage je Bundesland: Jahresliste, verlorene Feiertage, Brückentage.

Die gesetzlichen Feiertage sind Landesrecht und unterscheiden sich je Bundesland.

Kalenderjahr, für das die gesetzlichen Feiertage aufgelistet werden.

Gesetzliche Feiertage11 Feiertage

Feiertage am Wochenende
4 Feiertage
Mögliche Brückentage
2 Brückentage
Freie Tage mit 2 Urlaubstagen
8 Tage

Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2027 11 gesetzliche Feiertage. 4 Feiertage davon fallen auf ein Wochenende und bringen keinen zusätzlichen freien Tag. Mit 2 Brückentagen lassen sich 8 Tage frei am Stück herausholen, je Brückentag ein Urlaubstag.

Gesetzliche Feiertage in Nordrhein-Westfalen 2027
Datum Feiertag Wochentag Verloren Brückentag-Tipp
01.01.2027 Neujahr Freitag Nein, regulärer Werktag
26.03.2027 Karfreitag Freitag Nein, regulärer Werktag
29.03.2027 Ostermontag Montag Nein, regulärer Werktag
01.05.2027 Tag der Arbeit Samstag Ja, fällt auf das Wochenende
06.05.2027 Christi Himmelfahrt Donnerstag Nein, regulärer Werktag Brücke am 07.05.2027 (Freitag) → 4 Tage frei (06.05.2027 bis 09.05.2027)
17.05.2027 Pfingstmontag Montag Nein, regulärer Werktag
27.05.2027 Fronleichnam Donnerstag Nein, regulärer Werktag Brücke am 28.05.2027 (Freitag) → 4 Tage frei (27.05.2027 bis 30.05.2027)
03.10.2027 Tag der Deutschen Einheit Sonntag Ja, fällt auf das Wochenende
01.11.2027 Allerheiligen Montag Nein, regulärer Werktag
25.12.2027 1. Weihnachtstag Samstag Ja, fällt auf das Wochenende
26.12.2027 2. Weihnachtstag Sonntag Ja, fällt auf das Wochenende
Rechenweg ansehen

So wird gerechnet

Gesetzliche Feiertage sind in Deutschland Landesrecht, mit einer einzigen Ausnahme: „Der 3. Oktober ist als Tag der Deutschen Einheit gesetzlicher Feiertag“ (Art. 2 Abs. 2 Einigungsvertrag). Alle übrigen Feiertage stehen in den 16 Feiertagsgesetzen der Länder und unterscheiden sich entsprechend. Dieser Rechner listet für das gewählte Bundesland und Jahr jeden gesetzlichen Feiertag mit Datum und Wochentag auf, zählt die Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, und markiert jeden Dienstag- oder Donnerstag-Feiertag, der sich mit einem Urlaubstag zu vier freien Tagen am Stück verlängern lässt.

Bewegliche Feiertage: die Gaußsche Osterformel

Sechs der Feiertage hängen vom Osterdatum ab: Karfreitag (−2 Tage), Ostersonntag (nur Brandenburg, ±0), Ostermontag (+1), Christi Himmelfahrt (+39), Pfingstsonntag (nur Brandenburg, +49), Pfingstmontag (+50) und, wo gesetzlich, Fronleichnam (+60). Ostersonntag selbst ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond ab dem 21. März, kirchlich fest mit einem gemittelten Mondzyklus gerechnet, nicht mit dem tatsächlich sichtbaren Vollmond. Sein Datum liefert die Gaußsche Osterformel in ihrer anonymen gregorianischen Fassung, div die ganzzahlige Division, mod der Rest:

a = Jahr mod 19
b = Jahr div 100
c = Jahr mod 100
d = b div 4
e = b mod 4
f = (b + 8) div 25
g = (b − f + 1) div 3
h = (19a + b − d − g + 15) mod 30
i = c div 4
k = c mod 4
l = (32 + 2e + 2i − h − k) mod 7
m = (a + 11h + 22l) div 451
Monat = (h + l − 7m + 114) div 31
Tag   = ((h + l − 7m + 114) mod 31) + 1

Beispiel 2027: a = 13, b = 20, c = 27, d = 5, e = 0, f = 1, g = 6, daraus h = (247 + 20 − 5 − 6 + 15) mod 30 = 271 mod 30 = 1, weiter i = 6, k = 3, l = (32 + 0 + 12 − 1 − 3) mod 7 = 40 mod 7 = 5 und m = (13 + 11 + 110) div 451 = 0. Damit ist Monat = 120 div 31 = 3 und Tag = (120 mod 31) + 1 = 28: Ostersonntag 2027 ist der 28.03.2027. Karfreitag fällt entsprechend auf den 26.03., Ostermontag auf den 29.03., Christi Himmelfahrt auf den 06.05. und Pfingstmontag auf den 17.05.2027.

Verlorene Feiertage: kein Ersatzruhetag

Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, verschiebt er sich nicht. Deutschland kennt keinen Ersatzruhetag. Die Entgeltfortzahlung nach § 2 EFZG greift ausdrücklich nur für Arbeitszeit, die „infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt“; an einem ohnehin arbeitsfreien Sonntag fällt keine aus. Der Rechner führt solche Feiertage in der Spalte „Verloren“ mit dem Vermerk „Ja, fällt auf das Wochenende“.

Brückentage: das Dienstag/Donnerstag-Modell

Ein Brückentag verbindet einen Feiertag mit dem Wochenende. Das Modell dieses Rechners setzt dafür genau einen Urlaubstag voraus, und der funktioniert nur bei zwei Wochentagen: Liegt der Feiertag auf einem Dienstag, überbrückt der freie Montag die Lücke zum Wochenende davor; liegt er auf einem Donnerstag, übernimmt der Freitag danach diese Rolle. Ein Feiertag auf Montag oder Freitag braucht keine Brücke, weil er selbst schon am Wochenende anliegt und ohnehin drei freie Tage am Stück ergibt, er erscheint deshalb bewusst nicht als Brückentag-Zeile, obwohl er ebenfalls ein langes Wochenende schenkt. Ein Feiertag auf einen Mittwoch, etwa der Buß- und Bettag, bleibt außen vor: Ihn zu überbrücken kostet zwei Urlaubstage (Montag und Dienstag oder Donnerstag und Freitag) und ergibt fünf freie Tage am Stück. Das ist ein Tag mehr als bei einer Dienstag- oder Donnerstag-Brücke, aber eben auch für den doppelten Einsatz: 2,5 freie Tage je Urlaubstag statt vier. Dieses Verhältnis von Aufwand zu Ertrag rechnet das Modell bewusst nicht mit.

Eine zweite Ausnahme gilt, wenn der Brückentag selbst schon ein gesetzlicher Feiertag ist. In Nordrhein-Westfalen fällt der 26.12.2028 (2. Weihnachtstag) auf einen Dienstag; die Brücke dazu wäre der 25.12.2028, doch das ist der 1. Weihnachtstag, also selbst schon frei. Es braucht keinen Urlaubstag, um die beiden Tage zu verbinden, und der Rechner listet diesen Fall folgerichtig nicht als Brückentag, auch wenn der 26.12. selbstverständlich als Feiertag in der Tabelle steht.

Was kein gesetzlicher Feiertag ist

Heiligabend (24.12.) und Silvester (31.12.) sind in keinem Bundesland gesetzliche Feiertage, ebenso wenig Rosenmontag, Faschingsdienstag und Gründonnerstag, sie tauchen in keiner Jahresliste dieses Rechners auf, auch wenn viele Betriebe an diesen Tagen freigeben. Ostersonntag und Pfingstsonntag sind gesetzliche Feiertage ausschließlich in Brandenburg (§ 2 BbgFTG); da beide Tage konstruktionsbedingt immer auf einen Sonntag fallen, zählen sie dort jedes Jahr zu den „verlorenen“ Feiertagen und nie zu den Brückentagen.

Rechenbeispiel

Beispiel 1: Nordrhein-Westfalen 2026

Nordrhein-Westfalen hat 2026 elf gesetzliche Feiertage. Drei davon fallen auf ein Wochenende: der Tag der Deutschen Einheit (Sa, 03.10.), Allerheiligen (So, 01.11.) und der 2. Weihnachtstag (Sa, 26.12.), sie bringen keinen zusätzlichen freien Tag. Drei weitere Feiertage liegen auf einem Donnerstag und lassen sich mit je einem Urlaubstag am Freitag zu vier freien Tagen verlängern: Neujahr (01.01. → Brücke 02.01.), Christi Himmelfahrt (14.05. → Brücke 15.05.) und Fronleichnam (04.06. → Brücke 05.06.). Mit 3 Brückentagen lassen sich 12 Tage frei am Stück herausholen. Beispiel im Rechner öffnen.

Beispiel 2: Nordrhein-Westfalen 2028 (warum der 26.12. kein Brückentag ist)

2028 fällt der 2. Weihnachtstag (26.12.) auf einen Dienstag, nach dem Dienstag/Donnerstag-Modell wäre das ein Kandidat für eine Brücke am Montag, dem 25.12. Der 25.12.2028 ist aber selbst der 1. Weihnachtstag und damit bereits gesetzlicher Feiertag; es braucht keinen Urlaubstag, um die beiden Tage zu verbinden, und der Rechner zählt hier deshalb keinen Brückentag. Zum Vergleich: Der Tag der Deutschen Einheit fällt 2028 ebenfalls auf einen Dienstag (03.10.), doch der 02.10. ist ein gewöhnlicher Werktag, hier funktioniert die Brücke, und der Rechner weist sie aus. Beispiel im Rechner öffnen.

Direkt weiterrechnen: Feiertage Nordrhein-Westfalen 2026, Bayern 2026 oder Nordrhein-Westfalen 2027. Für einen beliebigen Zeitraum statt eines ganzen Jahres rechnet der Arbeitstage-Rechner mit derselben Feiertagsregel weiter.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Nur gesetzliche Feiertage der Bundesländer. Kommunale Feiertage bleiben außen vor: namentlich das Augsburger Friedensfest am 8. August, das nur in der Stadt Augsburg gesetzlicher Feiertag ist (Art. 1 Abs. 2 FTG).
  • Bayern: Mariä Himmelfahrt gilt nicht überall. Der Rechner behandelt den 15. August für ganz Bayern als Feiertag; gesetzlich ist er das nur in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung (Art. 1 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 3 FTG): etwa Nürnberg, Fürth, Erlangen, Bayreuth und Hof zählen nicht dazu. Ein Hinweis im Ergebnis macht das sichtbar.
  • Sachsen und Thüringen: Fronleichnam gilt nicht überall. Dort ist Fronleichnam nur in einzelnen, per Rechtsverordnung bestimmten Regionen und Gemeinden gesetzlicher Feiertag (u. a. im sorbischen Siedlungsgebiet und im Eichsfeld) und erscheint deshalb in keiner Jahresliste für diese Länder.
  • Keine Betriebs-, Tarif- oder Schulferien. Betriebsurlaub, Rosenmontag, Heiligabend und Silvester sind keine gesetzlichen Feiertage und tauchen deshalb in keiner Liste auf, auch wenn viele Betriebe an diesen Tagen freigeben.
  • Keine individuelle Arbeitszeit. Teilzeit, Schichtdienst und individuelle Urlaubsplanung bildet das Modell nicht ab; welche Brücke sich wirklich lohnt, hängt vom eigenen Resturlaub und vom Betrieb ab. Wie viele Urlaubstage dafür zur Verfügung stehen, rechnet der Urlaubsanspruch-Rechner.
  • Kein Datumsrechnen über den Feiertag hinaus. Wer von einem Feiertag aus vor- oder zurückrechnen möchte, findet das im Datumsrechner, dieser Rechner liefert nur die Jahresliste selbst.
  • Nur die Jahre 2018 bis 2099. Davor galten abweichende Regeln: unter anderem der einmalige bundesweite Reformationstag am 31.10.2017 und der Reformationstag als neuer Feiertag in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erst ab 2018. Jahre nach 2099 sind ausgeschlossen, weil künftige Gesetzesänderungen nicht vorhersehbar sind.

Häufige Fragen

Muss der Arbeitgeber einen Brückentag genehmigen?

Ja, ein Brückentag ist regulärer Urlaub und braucht deshalb dieselbe Zustimmung wie jeder andere Urlaubstag. Nach § 7 Abs. 1 BUrlG muss der Arbeitgeber die Urlaubswünsche der Beschäftigten zwar berücksichtigen, darf sie aber ablehnen, wenn dringende betriebliche Belange oder vorrangige Urlaubswünsche anderer Beschäftigter entgegenstehen. Einen Rechtsanspruch auf einen bestimmten Brückentag gibt es also nicht, und wer sich einen begehrten Termin sichern will, sollte ihn entsprechend früh beantragen.

Wie viele gesetzliche Feiertage hat Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern?

Bayern führt mit 13 gesetzlichen Feiertagen die Liste an, weil dort zusätzlich Heilige Drei Könige, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt und Allerheiligen gelten (Art. 1 FTG). Am wenigsten haben Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit je 10. Dazwischen liegen Baden-Württemberg, Brandenburg und das Saarland mit 12 sowie Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit je 11.

Sind Heiligabend und Silvester gesetzliche Feiertage?

Nein, in keinem Bundesland. Der Abschnitt „So wird gerechnet“ nennt die weiteren Tage, die oft dafür gehalten werden. Praktisch heißt das: Wer am 24. oder 31. Dezember arbeitet, leistet reguläre Arbeitszeit, ohne Feiertagszuschlag aus dem Gesetz und ohne Entgeltfortzahlung für einen Feiertagsausfall. Frei bekommt man diese Tage über den Arbeits- oder Tarifvertrag, nicht über das Feiertagsrecht, und weil sie hier keine Feiertage sind, taucht auch nie ein Brückentag zu ihnen auf.

Warum fehlt Fronleichnam in der Liste für Sachsen und Thüringen?

Weil Fronleichnam dort kein landesweiter gesetzlicher Feiertag ist. In Sachsen gilt er nur in den Regionen, die das Staatsministerium des Innern per Rechtsverordnung bestimmt (§ 1 SächsSFG); in Thüringen gilt er nur in einem Teil des Landes, vor allem im Eichsfeld (ThürFGtG). Da dieser Rechner die landesweite Rechtslage abbildet, erscheint der Tag für beide Länder nicht in der Jahresliste. Die Auslassung ist also keine Lücke, sondern folgt der Gesetzeslage.

Bekomme ich einen Ersatztag, wenn ein Feiertag auf ein Wochenende fällt?

Nein, einen Ersatzruhetag kennt das deutsche Recht nicht. Die Begründung dazu steht im Abschnitt „So wird gerechnet“. Wie teuer das wird, schwankt stark von Jahr zu Jahr: In Nordrhein-Westfalen fallen 2026 drei der elf Feiertage auf ein Wochenende, 2027 sogar vier, 2028 nur einer und 2029 kein einziger. Die Kennzahl „Feiertage am Wochenende“ oben zeigt diesen Verlust für das gewählte Jahr und Bundesland, bevor Sie Urlaub planen.

Wie wird das Datum beweglicher Feiertage wie Ostern berechnet?

Über die Gaußsche Osterformel, die der Abschnitt „So wird gerechnet“ Schritt für Schritt am Jahr 2027 vorführt. Alle übrigen beweglichen Feiertage hängen als feste Abstände daran: Karfreitag zwei Tage davor, Ostermontag einen Tag danach, Christi Himmelfahrt 39 Tage, Pfingstmontag 50 Tage und Fronleichnam 60 Tage nach dem Ostersonntag. Deshalb wandert das halbe Feiertagsjahr mit: Ostersonntag kann zwischen dem 22. März und dem 25. April liegen, 2026 fällt er auf den 05.04., 2027 auf den 28.03. und 2028 auf den 16.04.

Quellen und Rechtsstand

Werte im Rechner

Rechtsgrundlagen

Stand: · zuletzt geprüft:

Feiertage-Rechner: Gesetzliche Feiertage & Brückentage · https://easytools4me.de/feiertage-rechner/

Stand: 01.01.2023 · zuletzt geprüft: 02.08.2026

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