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Mondphasenrechner: Mondphase zu jedem Datum berechnen

Aktuelle Mondphase, Beleuchtung und die nächsten Voll- und Neumonde.

Optional: Tag, für den die Mondphase berechnet werden soll (Referenzzeitpunkt 12:00 Uhr, Europe/Berlin). Ohne Eingabe zeigt der Rechner die aktuelle Mondphase in diesem Moment. Format: TT.MM.JJJJ

Mondphase Abnehmender Mond

Beleuchtungsgrad
93,0 %
Mondalter
17,3 Tage
Nächster Neumond
10.10.2026, 17:51 Uhr
Nächster Vollmond
26.10.2026, 05:12 Uhr

Am 28.09.2026 (Montag) ist der Mond zu 93,0 % beleuchtet und befindet sich in der Phase „Abnehmender Mond“ (17,3 Tage nach Neumond). Der nächste Neumond ist am 10.10.2026, 17:51 Uhr, der nächste Vollmond am 26.10.2026, 05:12 Uhr.

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So wird gerechnet

Die Mondphase ist keine Eigenschaft des Mondes, sondern eine Frage des Blickwinkels: Sie beschreibt den Winkel zwischen Sonne, Erde und Mond und damit, welcher Teil der uns zugewandten Mondscheibe gerade Sonnenlicht abbekommt. Ausgedrückt wird sie als Bruchteil des synodischen Monats, der Zeit von einem Neumond zum nächsten. Im Mittel sind das 29,53 Tage; der einzelne Zyklus schwankt zwischen 1900 und 2099 aber von 29,27 bis 29,83 Tagen, weshalb dieser Rechner stets mit der Länge des laufenden Zyklus arbeitet und nie mit dem Mittelwert. Er teilt den Zyklus in acht gleich breite Achtel: Neumond, Zunehmende Sichel, Erstes Viertel, Zunehmender Mond, Vollmond, Abnehmender Mond, Letztes Viertel, Abnehmende Sichel. Jeder Name ist um seinen Kardinalpunkt zentriert, „Neumond“ reicht also von 15/16 des Zyklus über den Nulldurchgang hinweg bis 1/16.

Die Zeitpunkte stammen aus Meeus’ Kapitel 49

Neu- und Vollmond-Zeitpunkte berechnet der Rechner nach Jean Meeus, Astronomical Algorithms, 2. Auflage 1998, Kapitel 49. Es arbeitet zweistufig: Eine einfache Formel liefert den mittleren Phasenzeitpunkt der laufenden Lunation, dann korrigieren 25 periodische Glieder und 14 kleinere Planeten-Terme ihn zum tatsächlichen Zeitpunkt. Wie stark der zweite Schritt wirkt, zeigt der Neumond vom August 2026: Der mittlere Zeitpunkt liegt bei 13.08.2026, 03:52 Uhr UTC, die Korrektur zieht ihn um 10 Stunden und 15 Minuten nach vorn auf 12.08.2026, 17:37 Uhr UTC, also auf den Vortag. Ohne sie wäre nicht nur die Uhrzeit falsch, sondern auch das Datum. Zur Kontrolle: Die Wikipedia-Tabelle zur Sonnenfinsternis vom 12.08.2026 nennt für die ekliptikale Konjunktion 17:37:54 Uhr UTC, drei Sekunden neben dem hier berechneten Wert.

Warum ein Datum ohne Uhrzeit trotzdem einen Zeitpunkt braucht

Ein Kalendertag hat keine einheitliche Mondphase. Wer nur ein Datum eingibt, bekommt deshalb den Stand um 12:00 Uhr Europe/Berlin. Was daran hängt, zeigen zwei Tage im August 2026: Am 12.08.2026 fällt der Neumond auf 19:37 Uhr, also hinter die 12-Uhr-Marke, der Rechner meldet für diesen Tag 29,0 Tage Mondalter, 0,1 Prozent Beleuchtung und den Neumond desselben Tages als nächsten Neumond. Am 28.08.2026 liegt der Vollmond mit 06:19 Uhr davor, der nächste Vollmond rückt deshalb in den folgenden Zyklus auf den 26.09.2026. Beide Fälle sind korrekt: „am Tag des Vollmonds“ und „zum Zeitpunkt des Vollmonds“ sind zwei verschiedene Aussagen.

Der Beleuchtungsgrad ist eine Näherung

Aus dem Mondalter und der Länge des laufenden Zyklus ergibt sich der Bruchteil des synodischen Monats und daraus der Beleuchtungsgrad über die Formel (1 − cos(360° × Bruchteil)) / 2. Die Kardinalpunkte trifft sie exakt: Bei Bruchteil 0,25 (dem genauen Ersten Viertel) ist der Kosinus von 90 Grad null, das Ergebnis also präzise 50 Prozent; bei 0,75 gilt dasselbe. Dazwischen weicht sie ab, weil sie den Bahnwinkel gleichmäßig fortschreiben lässt, statt ihn aus den ekliptikalen Positionen von Sonne und Mond zu bestimmen. Für den 04.08.2026, 12:00 Uhr (den Referenzzeitpunkt des ersten Rechenbeispiels) kommt die Näherung auf 60,5 Prozent, das U.S. Naval Observatory mit der vollständigen Positionsrechnung auf 68 Prozent. Die siebeneinhalb Prozentpunkte sind kein Zufall: Das exakte Letzte Viertel folgt erst knapp zwei Tage später, am 06.08.2026 um 02:21 Uhr UTC, und rund um die beiden Viertel wird die Abweichung am größten; nahe Neu- und Vollmond schrumpft sie gegen null.

Was der Rechner ausdrücklich nicht behauptet

Er beschreibt Geometrie und sonst nichts: Winkel, Zeitpunkte, beleuchtete Fläche. Aussagen über Aussaat, Haarschnitt, Schlafqualität, Stimmung oder Wetter leiten sich daraus nicht ab. Ein Zusammenhang wird dabei oft zu Unrecht bestritten: Die Gezeiten hängen sehr wohl an der Phase. Bei Neu- und Vollmond stehen Sonne, Erde und Mond fast auf einer Linie, ihre Anziehungskräfte addieren sich, der Tidenhub wird größer, die Springtide; an den beiden Vierteln stehen sie im rechten Winkel und schwächen sich ab, die Nipptide. Berechnet wird auch das hier nicht: Der Wasserstand an einem konkreten Ort folgt aus Pegeldaten, nicht aus einer Phasenangabe.

Rechenbeispiel

Beispiel 1: Mondphase am 04.08.2026

  1. Referenzzeitpunkt: 04.08.2026, 12:00 Uhr (MESZ).
  2. Klammer suchen: vorheriger Neumond 14.07.2026, 11:44 Uhr; nächster Neumond 12.08.2026, 19:37 Uhr.
  3. Mondalter: vom 14.07. 11:44 Uhr bis zum 04.08. 12:00 Uhr sind es 21 Tage, 15 Minuten und 16 Sekunden, also 21,0106 Tage, angezeigt als 21,0 Tage.
  4. Bruchteil: dieser Zyklus dauert 29,3286 Tage, damit 21,0106 / 29,3286 = 0,7164. Mit den Anzeigewerten 21,0 und 29,3 käme 0,7167 heraus; geteilt werden die vollen Sekundenwerte.
  5. Beleuchtung: (1 − cos(257,9°)) / 2 = (1 + 0,2096) / 2 = 60,5 Prozent; der Bruchteil 0,7164 fällt in den siebten Achtel-Abschnitt, die Phase heißt Letztes Viertel. Beispiel im Rechner öffnen.

Beispiel 2: der Kalendertag des Vollmonds, 28.08.2026

Der Vollmond fällt auf 06:19 Uhr, der Referenzzeitpunkt auf 12:00 Uhr, gut fünfeinhalb Stunden danach. Das Mondalter beträgt 15,7 Tage, der Bruchteil 0,5332, die Beleuchtung 98,9 Prozent statt 100, weil der exakte Vollmond bereits verstrichen ist. Als nächsten Vollmond weist der Rechner deshalb den 26.09.2026, 18:50 Uhr aus, den Erntemond des Jahres. Das U.S. Naval Observatory nennt für dessen Höhepunkt 16:49 Uhr UTC, hier berechnet sind 16:50 Uhr UTC; angezeigt wird stets Europe/Berlin, hier also 18:50 Uhr MESZ. Beispiel im Rechner öffnen.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  • Bei eingegebenem Datum immer 12:00 Uhr. Ohne Datum zeigt der Rechner die Phase exakt jetzt, mit Datum den Stand um 12:00 Uhr Europe/Berlin, am 04.08.2026 also 60,5 Prozent statt der 61,4 Prozent von 10:00 Uhr.
  • Der Beleuchtungsgrad ist genähert, nicht geometrisch exakt gerechnet. Die Kosinus-Näherung über den Zyklus-Bruchteil ersetzt Meeus’ Kapitel 48, das die vollständigen Positionsreihen aus den Kapiteln 25 und 47 voraussetzt. Nahe den Vierteln kann die Abweichung mehrere Prozentpunkte betragen und gelegentlich sogar den angezeigten Phasennamen kippen.
  • Keine ΔT-Korrektur. Der berechnete julianische Datumswert wird direkt als Weltzeit gelesen, ohne die Differenz zwischen Dynamischer Zeit und Weltzeit abzuziehen. Im Bereich 1900 bis 2099 macht das zwischen rund −3 Sekunden und gut drei Minuten aus.
  • Keine Uhrzeiten für Erstes und Letztes Viertel. Gesucht werden nur Neu- und Vollmond-Zeitpunkte; die beiden Viertel erscheinen als Phasenname aus der Alterseinteilung, nicht als eigens berechnete Quadratur-Uhrzeit.
  • Geozentrisch, nicht für Ihren Standort. Die Zeitpunkte gelten für einen gedachten Beobachter im Erdmittelpunkt, wie in praktisch jedem Almanach; eine Korrektur auf den eigenen Standort verschöbe sie um Sekunden bis wenige Minuten.
  • Keine Wirkungsaussage und keine Gezeitentafel. Zu Ernte, Schlaf und Stimmung sagt dieser Rechner nichts; den Tidenhub berechnet er ebenso wenig.
  • Eingabebereich 01.01.1900 bis 31.12.2099, proleptischer gregorianischer Kalender. Die Formel selbst ist auch außerhalb definiert, geprüft wurde sie hier aber nur in diesem Zeitraum.

Für reine Kalenderarithmetik (Datum plus Tage, Wochen oder Monate) ist der Datumsrechner das passende Werkzeug, die Kalenderwoche eines Datums liefert der Kalenderwochen-Rechner, und wer bis zum nächsten Vollmond herunterzählen möchte, trägt dessen Datum in den Countdown-Rechner ein.

Häufige Fragen

Wie berechnet der Mondphasen-Rechner die aktuelle Mondphase?

Er sucht zuerst die beiden Neumonde, zwischen denen der Referenzzeitpunkt liegt, und zwar mit der Formel aus Kapitel 49 des Standardwerks „Astronomical Algorithms“ von Jean Meeus. Aus dem Abstand zum vorherigen Neumond ergibt sich das Mondalter in Tagen, aus dem Verhältnis zur Länge dieses Zyklus die Position im synodischen Monat, und aus ihr Phasenname und Beleuchtungsgrad. Am 04.08.2026 um 12:00 Uhr sind das 21,0 Tage nach dem Neumond vom 14.07.2026, also 71,6 Prozent des Zyklus und die Phase „Letztes Viertel“.

Wie genau sind die berechneten Uhrzeiten von Neumond und Vollmond?

Auf eine bis zwei Minuten, und zwar systematisch zu spät. Den Vollmond vom 03.01.2026 setzt dieser Rechner auf 10:04 Uhr UTC, das U.S. Naval Observatory auf 10:03 Uhr; den Neumond vom 18.01.2026 auf 19:53 Uhr gegenüber 19:52 Uhr. Der Vorlauf hat einen Namen: die fehlende ΔT-Korrektur, für 2026 rund 75 Sekunden. Den angezeigten Phasennamen kann er nur kippen, wenn der abgefragte Zeitpunkt genau in diese gut einminütige Zone um eine der acht Phasengrenzen fällt: über einen ganzen Mondumlauf summiert sind das rund zehn von 42.500 Minuten.

Warum wird für ein eingegebenes Datum eine Uhrzeit (12 Uhr) zugrunde gelegt?

Weil eine Mondphase kein Tageszustand ist. Am 22.07.2026 etwa steht der Beleuchtungsgrad um Mitternacht bei 51,9 Prozent, zur Tagesmitte bei 57,2 Prozent und 24 Stunden nach dem Start bei 62,5 Prozent, gut zehn Prozentpunkte Unterschied innerhalb eines Kalendertags. Viel mehr geht auch nicht: Die Kosinus-Näherung dieses Rechners lässt in 24 Stunden höchstens 10,7 Prozentpunkte zu. Die Tagesmitte als Anker liegt deshalb von keiner anderen Stunde desselben Tages weiter als rund 5,4 Prozentpunkte entfernt: ein Anker um Mitternacht wäre im schlechtesten Fall doppelt so weit weg. Eine frei wählbare Uhrzeit nimmt das Formular nicht entgegen; nur der Aufruf ganz ohne Datumseingabe rechnet mit der laufenden Uhr.

Was bedeutet der Beleuchtungsgrad in Prozent genau?

Er beschreibt, welcher Anteil der von der Erde aus sichtbaren Mondscheibe von der Sonne beschienen wird: 0 Prozent bei Neumond, 100 Prozent bei Vollmond und genau 50 Prozent an den beiden Vierteln. Gemeint ist die beleuchtete Fläche der Scheibe, nicht die Helligkeit: ein zu 50 Prozent beleuchteter Halbmond erscheint deutlich weniger als halb so hell wie der Vollmond. Dieser Rechner nähert den Wert über eine Kosinus-Funktion des Zyklus-Bruchteils an; nahe den Vierteln kann er dadurch mehrere Prozentpunkte neben dem geometrisch exakten Wert liegen.

Welche Mondphase herrschte an einem bestimmten historischen Datum, zum Beispiel bei der Mondlandung am 20. Juli 1969?

Jedes Datum zwischen dem 01.01.1900 und dem 31.12.2099 lässt sich eingeben, auch weit zurückliegende. Für den 20.07.1969 nennt der Rechner ein Mondalter von 5,9 Tagen und einen Beleuchtungsgrad von 34,0 Prozent. Zeitzonen-Details stimmen dabei: Für Juli 1969 gilt in Europe/Berlin die MEZ (+01:00), weil Westdeutschland die Sommerzeit erst 1980 wieder einführte. Die 34,0 Prozent sind allerdings der genäherte Wert; das U.S. Naval Observatory kommt zur gleichen Stunde auf 29 Prozent.

Beeinflusst der Mond wirklich Schlaf, Ernte oder das Wetter?

Dieser Rechner sagt dazu nichts, er beschreibt ausschließlich Geometrie: Winkel, Zeitpunkte und beleuchtete Fläche. Gut belegt ist genau ein Effekt, die Gezeiten, die aus der Anziehungskraft von Mond und Sonne folgen. Für einen Einfluss der Mondphase auf Schlaf, Aussaat, Haarwuchs oder Wetterlagen gibt es dagegen keinen belastbaren Nachweis; entsprechende Mondkalender beruhen auf Überlieferung, nicht auf Messung. Wer nach solchen Terminen sucht, findet hier die astronomischen Daten: die Deutung bleibt ausdrücklich außen vor.

Quellen

Mondphasen-Rechner: Aktuelle Phase und nächster Vollmond · https://easytools4me.de/mondphasen/

Berechnet mit easytools4me.de. Ohne Gewähr.