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Gasverbrauch-Rechner: vom Kubikmeter zur Kilowattstunde

m³ in kWh umrechnen, mit Brennwert, Zustandszahl und Kosten.

Der Verbrauch des Abrechnungszeitraums in Kubikmetern, so wie ihn der Zähler zählt.

Steht auf der Jahresrechnung, meist als „Zustandszahl" oder „Z-Zahl", typischerweise zwischen 0,9 und 1,0.

Steht ebenfalls auf der Jahresrechnung, je nach Gasqualität etwa zwischen 8,4 und 11,5.

Der Preis je abgerechneter Kilowattstunde, brutto, wie er auf der Rechnung steht.

Der verbrauchsunabhängige Anteil. Weist die Rechnung ihn je Jahr aus, durch zwölf teilen.

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So wird gerechnet

Zwei Haushalte, beide mit 1.800 m³ auf dem Zähler. Der eine bekommt L-Gas mit einem Brennwert von 9,0 kWh/m³, der andere H-Gas mit 11,0. Bei einer Zustandszahl von 0,95 trägt ein Kubikmeter dort 8,55 kWh und hier 10,45 kWh, aus demselben Zählerstand werden also einmal 15.390 kWh und einmal 18.810 kWh. Das sind 3.420 kWh Unterschied oder, bei einem Arbeitspreis von 12 ct je Kilowattstunde, 410,40 € im Jahr. Gemessen hat der Zähler beide Male exakt dasselbe.

Denn messen kann Ihr Gaszähler nur eines: das Volumen, das durch ihn strömt, in Kubikmetern. Abgerechnet wird aber Energie, in Kilowattstunden. Ein Trick der Versorger ist das nicht. Wie viel Wärme in einem Kubikmeter steckt, hängt von der Zusammensetzung des Gases ab und davon, unter welchem Druck und bei welcher Temperatur es bei Ihnen ankommt, und beides ist von Anschluss zu Anschluss verschieden.

Die Brücke zwischen beiden Größen sind zwei Faktoren, die auf jeder Jahresrechnung stehen: kWh = m³ × Zustandszahl × Brennwert.

Auf die Normbedingungen, für die der Brennwert gilt, rechnet die Zustandszahl das bei Ihnen gemessene Volumen um. Sie hängt vor allem vom Luftdruck am Ort ab, also von der Höhe über dem Meeresspiegel, und vom Druck in der Hausleitung. In Deutschland liegt sie üblicherweise zwischen 0,9 und 1,0. Unter 1 also, und dafür gibt es einen anschaulichen Grund: das Gas am Zähler ist etwas dünner als unter Normbedingungen. Ein gemessener Kubikmeter enthält entsprechend etwas weniger Energie als ein Norm-Kubikmeter.

Wie viele Kilowattstunden in einem Norm-Kubikmeter stecken, sagt der Brennwert. Er hängt an der Gasqualität: H-Gas mit hohem Methananteil erreicht etwa 10,0 bis 11,5 kWh/m³, das energieärmere L-Gas etwa 8,4 bis 9,8. Beide Spannen sind technische Größenordnungen zur Orientierung, kein Rechtswert und keine amtliche Statistik; welcher Wert bei Ihnen gilt, steht ausschließlich auf Ihrer eigenen Jahresrechnung. Über das Jahr schwankt er ohnehin, weil Versorger Gas aus verschiedenen Quellen einspeisen, abgerechnet wird der Durchschnitt des Zeitraums. Ausweisen muss Ihr Versorger beide Zahlen, denn nach § 40 EnWG müssen Gas- und Stromrechnungen Verbrauch und Preisbestandteile klar erkennen lassen.

Das Produkt der beiden Faktoren ist die eigentlich interessante Zahl: der Umrechnungsfaktor Ihres Anschlusses. 0,95 × 10,0 = 9,5 kWh je Kubikmeter, um beim Rechenbeispiel unten zu bleiben. Der Faktor arbeitet in beide Richtungen. Kennen Sie nur die Kilowattstunden, teilen Sie durch ihn und stehen wieder bei Kubikmetern: 19.000 kWh sind bei diesem Faktor genau 2.000 m³.

Aus der Energie folgen die Kosten wie bei jeder Energierechnung: Kosten = kWh × Arbeitspreis ÷ 100 + Grundpreis × 12. Die Division durch 100 rechnet den Arbeitspreis von Cent in Euro um. Für die beiden Haushalte vom Anfang heißt das bei 12 ct je Kilowattstunde 1.846,80 € gegenüber 2.257,20 €, jeweils noch ohne Grundpreis. Tragen Sie zusätzlich Ihren monatlichen Abschlag ein, stellt der Rechner ihn den Kosten gegenüber und zeigt, ob eine Nachzahlung oder ein Guthaben zu erwarten ist. Früh gegensteuern können Sie ohnehin, denn § 40b Abs. 2 und 3 EnWG verpflichtet Versorger dazu, unterjährig über die Abrechnung zu informieren: bei fernauslesbarer Messung monatlich, sonst, wenn Sie sich für die elektronische Übermittlung entschieden haben, mindestens halbjährlich und auf Verlangen vierteljährlich.

Rechenbeispiel

Beispiel 1: 1.800 m³ im Jahr

Ein Haushalt verbraucht 1.800 m³ Gas, die Rechnung weist eine Zustandszahl von 0,9500 und einen Brennwert von 10,000 kWh/m³ aus. Ein Kubikmeter trägt damit 0,95 × 10,0 = 9,5 kWh, der Jahresverbrauch beträgt 1.800 × 9,5 = 17.100 kWh. Bei 12,00 ct je Kilowattstunde sind das 17.100 × 12,00 ÷ 100 = 2.052,00 € verbrauchsabhängige Kosten, dazu 15,00 € Grundpreis im Monat, also 180,00 € im Jahr. Zusammen 2.232,00 € oder 186,00 € im Monat. Effektiv kostet damit jeder Kubikmeter 1,2400 €.

Beispiel 1 im Rechner öffnen

Beispiel 2: aus zwei Zählerständen

Der Zähler stand zu Beginn des Abrechnungszeitraums auf 12.345 m³ und am Ende auf 14.145 m³. Die Differenz ist der Verbrauch: 14.145 − 12.345 = 1.800 m³, also genau der Fall aus Beispiel 1 mit demselben Ergebnis von 17.100 kWh. Der Weg über die Zählerstände ist der übliche, wenn Sie zwischen zwei Rechnungen selbst nachsehen wollen, wo Sie stehen.

Beispiel 2 im Rechner öffnen

Was der Rechner nicht beantwortet

Er rechnet mit Ihren Werten, nicht mit fremden. Zustandszahl und Brennwert gelten nur für Ihren Anschluss und Ihren Abrechnungszeitraum, die Vorbelegungen dieses Rechners sind Demonstrationswerte und keine Durchschnitte. Was eine geliehene Zahl anrichtet, lässt sich beziffern: Wer bei 1.800 m³ und einem Brennwert von 10,0 kWh/m³ die Zustandszahl 0,95 vom Nachbarn übernimmt, obwohl auf der eigenen Rechnung 0,93 steht, kommt auf 17.100 statt 16.740 kWh und liegt bei 12 ct je Kilowattstunde um 43,20 € daneben.

Nach Verwendung trennt er nicht. Heizung, Warmwasser und Kochen misst der Gaszähler in einer Summe. Wie viel davon auf das Duschen entfällt, verrät er nicht; dafür braucht es einen separaten Warmwasserzähler oder die Heizkostenabrechnung.

Tarife vergleicht er ebenfalls nicht, und Ihren Verbrauch bewertet er nicht. Zwei Fälle fallen ganz heraus: ein Zählerwechsel mitten im Zeitraum, nach dem die Stände nicht mehr aufeinander folgen, und Gas aus einem Flüssiggastank, das nicht über einen Netzanschluss läuft und in Kilogramm oder Litern abgerechnet wird.

Für Strom statt Gas führt der Stromkosten-Rechner dieselbe Rechnung ohne die beiden Umrechnungsfaktoren: dort zählt der Zähler bereits Kilowattstunden.

Wer die Umrechnung einmal von Hand nachvollziehen möchte, findet im Dreisatz-Rechner den allgemeinen Weg für Verhältnisse dieser Art.

Häufige Fragen

Warum misst der Zähler Kubikmeter, die Rechnung aber Kilowattstunden?

Weil ein Kubikmeter Gas nicht überall gleich viel Energie enthält. Der Zähler kann nur das Volumen messen, das durch ihn hindurchströmt. Wie viel Wärme darin steckt, hängt von der Zusammensetzung des Gases ab und davon, unter welchem Druck und bei welcher Temperatur es am Zähler ankommt. Abgerechnet wird deshalb die Energie, und die ergibt sich erst, wenn man das gemessene Volumen mit zwei Faktoren umrechnet: der Zustandszahl und dem Brennwert.

Was ist die Zustandszahl und warum ist sie meist kleiner als 1?

Die Zustandszahl rechnet das an Ihrem Zähler gemessene Volumen auf Normbedingungen um, für die der Brennwert gilt. Sie hängt vor allem vom Luftdruck am Ort ab, also von der Höhe über dem Meeresspiegel, und vom Druck in Ihrer Hausleitung. In Deutschland liegt sie typischerweise zwischen 0,9 und 1,0: das Gas am Zähler ist etwas dünner als unter Normbedingungen, ein gemessener Kubikmeter enthält also etwas weniger Energie als ein Norm-Kubikmeter. Ihr konkreter Wert steht auf der Jahresrechnung.

Was ist der Brennwert und warum ändert er sich?

Der Brennwert gibt an, wie viele Kilowattstunden in einem Kubikmeter Gas unter Normbedingungen stecken. Er hängt von der Gasqualität ab: sogenanntes H-Gas mit hohem Methananteil erreicht etwa 10,0 bis 11,5 kWh/m³, das energieärmere L-Gas etwa 8,4 bis 9,8. Weil Versorger Gas aus verschiedenen Quellen einspeisen, schwankt der Wert über das Jahr; abgerechnet wird der Durchschnitt des Abrechnungszeitraums, und genau dieser Wert steht auf Ihrer Rechnung.

Wie rechne ich meinen Verbrauch aus zwei Zählerständen aus?

Wählen Sie „Aus zwei Zählerständen berechnen" und tragen Sie den Stand am Anfang und am Ende des Zeitraums ein. Die Differenz ist Ihr Verbrauch in Kubikmetern, den der Rechner anschließend wie gewohnt in Kilowattstunden und Kosten umrechnet. Achten Sie darauf, beide Stände in derselben Einheit abzulesen: Gaszähler zählen ganze Kubikmeter, die Nachkommastellen stehen oft in einem separat markierten roten Feld.

Kann ich mit dem Umrechnungsfaktor auch zurückrechnen?

Ja. Der Rechner weist aus, wie viele Kilowattstunden ein Kubikmeter an Ihrem Anschluss trägt, also Zustandszahl mal Brennwert. Kennen Sie umgekehrt nur die Kilowattstunden von der Rechnung und wollen wissen, wie viele Kubikmeter das waren, teilen Sie durch diesen Faktor. Bei einem Faktor von 9,5 entsprechen 19.000 kWh also 2.000 m³.

Was sagt der Rechner nicht?

Er vergleicht keine Tarife und kennt keinen Marktpreis: es gehen ausschließlich die Preise ein, die Sie eintragen. Er bewertet auch nicht, ob Ihr Verbrauch für Ihre Wohnfläche hoch oder niedrig ist, und er trennt nicht zwischen Heizung, Warmwasser und Kochen: der Zähler misst alles zusammen. Für eine Aufteilung brauchen Sie einen separaten Warmwasserzähler oder die Heizkostenabrechnung.

Quellen

Gasverbrauch-Rechner: m³ in kWh und Kosten umrechnen · https://easytools4me.de/gasverbrauch-rechner/

Berechnet mit easytools4me.de. Ohne Gewähr.