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Körperfettanteil nach der US-Navy-Formel schätzen

Körperfettanteil aus Umfängen nach der US-Navy-Formel, mit Fehlerspanne.

Geschlecht

Die Formel wurde 1984 mit zwei getrennten Koeffizientensätzen aufgestellt, einem für Männer und einem für Frauen; eine weitere Auswahl gibt es nicht.

Ohne Schuhe, gerade stehend, in Zentimetern.

In Kilogramm, z. B. 85.

Unterhalb des Kehlkopfs messen, dort wo der Hals am schmalsten ist.

Bei Männern auf Nabelhöhe, bei Frauen an der schmalsten Stelle des Rumpfes.

An der breitesten Stelle über dem Gesäß messen. Nur bei weiblich, dort Pflichtfeld.

Körperfettanteil (Schätzung)22,6 %

Fettmasse
19,2 kg
Magermasse
65,8 kg

Aus Ihren Maßen schätzt die US-Navy-Formel einen Körperfettanteil von 22,6 Prozent. Bei 85 kg entspricht das rund 19,2 kg Fettmasse und 65,8 kg Magermasse. Die Formel schätzt aus drei Bandmaßen; ihre Abweichung gegenüber einer Referenzmessung liegt bei mehreren Prozentpunkten. Aussagekräftig ist vor allem der Verlauf, wenn Sie immer an denselben Stellen und zur selben Tageszeit messen.

Rechenweg ansehen

So wird gerechnet

Was dieser Rechner nicht abbildet

Der Rechner schätzt einen Wert aus Bandmaßen. Diese Grenzen gelten für dieses Tool ausdrücklich:

  • Dies ist eine Schätzung aus Umfängen, keine Messung. Die Abweichung gegenüber einer Referenzmessung liegt bei mehreren Prozentpunkten.
  • Der Rechner nimmt keine Einstufung vor, weil es für den Körperfettanteil in Deutschland keine amtliche Referenzspanne gibt.
  • Die Formel unterscheidet nicht, wo das Fett sitzt, und sie erkennt weder Wassereinlagerungen noch besonders viel Muskelmasse.
  • In Schwangerschaft und Stillzeit ist die Formel nicht anwendbar.
  • Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist die Formel nicht aufgestellt worden.
  • Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beurteilung.

Die beiden Formeln der US Navy

Die Rechenweise stammt aus der Umfangsmethode der US Navy, entwickelt von J. A. Hodgdon und M. B. Beckett am Naval Health Research Center 1984: ein Bericht für Männer (Report No. 84-11) und einer für Frauen (Report No. 84-29). Beide Formeln schätzen zuerst die Körperdichte, aus der die Umrechnung 495 geteilt durch die Dichte minus 450 den Fettanteil in Prozent liefert. Alle Umfänge und die Körpergröße gehen in Zentimetern ein, log₁₀ ist der Zehnerlogarithmus:

Männer: Körperfettanteil = 495 ÷ (1,0324 − 0,19077 × log₁₀(Bauchumfang − Halsumfang) + 0,15456 × log₁₀(Körpergröße)) − 450

Frauen: Körperfettanteil = 495 ÷ (1,29579 − 0,35004 × log₁₀(Bauchumfang + Hüftumfang − Halsumfang) + 0,22100 × log₁₀(Körpergröße)) − 450

Der Zehnerlogarithmus log₁₀ einer Zahl beantwortet die Frage „Zehn hoch wie viel ergibt diese Zahl?“: log₁₀(100) ist 2, log₁₀(56) ist etwa 1,7482. Er staucht große Unterschiede zusammen, damit die Umfänge und die Körpergröße in einem gemeinsamen Term verrechnet werden können.

Die Formel wurde mit zwei getrennten Koeffizientensätzen aufgestellt, einem für Männer und einem für Frauen; beide stammen aus getrennten Untersuchungen von 1984. Das ist eine Eigenschaft der Formel und keine Aussage über Menschen: Eine dritte Auswahl gäbe es nur, indem man Koeffizienten erfindet, und genau das lässt dieser Rechner bleiben.

Wann der Rechner gar nicht erst rechnet

Die Formel hat einen begrenzten Definitionsbereich. Der Rechner prüft drei Bedingungen in fester Reihenfolge und bricht beim ersten verletzten Fall mit einem deutschen Hinweis ab, statt eine sinnlose Zahl auszugeben:

  • Der Bauchumfang muss größer als der Halsumfang sein, bei Frauen die Summe aus Bauch- und Hüftumfang. Sonst ist der Zehnerlogarithmus nicht definiert, denn er ist nur für positive Werte erklärt.
  • Der geschätzte Dichtewert (der Nenner der Formel) muss positiv bleiben. Ein negativer oder nuller Dichtewert wäre physikalisch unmöglich.
  • Das Ergebnis muss zwischen null und hundert Prozent liegen. Ein Massenanteil außerhalb dieser Spanne ist keine Grenzfallschätzung, sondern eine mathematische Unmöglichkeit.

Fachliche Grundlagen und Quellen zuletzt geprüft am 02.09.2026.

So messen Sie richtig

Die Messstelle ist der größte Einzelfehler der Methode. Ein Band, das zwei Zentimeter höher oder tiefer ansetzt, verändert das Ergebnis so stark wie ein echter Gewichtsunterschied. Messen Sie deshalb ohne einzuziehen, mit locker anliegendem Band und immer an derselben Stelle:

  • Halsumfang: unterhalb des Kehlkopfs, dort wo der Hals am schmalsten ist. Kopf und Schultern entspannt halten, das Band waagerecht führen.
  • Bauchumfang: bei Männern auf Nabelhöhe, bei Frauen an der schmalsten Stelle des Rumpfes. Entspannt ausatmen, das Band waagerecht und ohne Druck umlegen.
  • Hüftumfang (nur Frauen): an der breitesten Stelle über dem Gesäß, Band waagerecht führen, Füße zusammenstehen.
  • Körpergröße: ohne Schuhe, gerade stehend, Fersen an der Wand.

Ein Zentimeter Unterschied am Bauchumfang verschiebt das Ergebnis umso stärker, je kleiner die Differenz zwischen Bauch- und Halsumfang ist: Bei einer Differenz von etwa 30 cm sind es mehr als ein Prozentpunkt pro Zentimeter, bei einer gewöhnlichen Differenz um 50 cm noch rund 0,6 Prozentpunkte, bei Frauen mit ihrer größeren Summe aus Bauch und Hüfte rund 0,5. Für den Verlauf gilt: immer zur selben Tageszeit, am besten morgens, und mit derselben Bandtechnik, dann trägt auch ein Abstand von etwa vier Wochen etwas aus.

Rechenbeispiel

Mann, 180 cm groß, 85 kg schwer, Halsumfang 38 cm, Bauchumfang 94 cm. Das ist der Vorgabefall des Rechners.

Schritt 1: Differenz bilden → 94 − 38 = 56. Schritt 2: Zehnerlogarithmen bestimmen → log₁₀(56) ≈ 1,7481880270, log₁₀(180) ≈ 2,2552725051. Schritt 3: Nenner rechnen → 1,0324 − 0,19077 × 1,7481880270 + 0,15456 × 2,2552725051 = 1,0324 − 0,3335018299 + 0,3485749184 = 1,0474730885. Schritt 4: teilen und umrechnen → 495 ÷ 1,0474730885 = 472,5658400636, davon 450 abziehen → Körperfettanteil 22,5658400636 Prozent, angezeigt als 22,6 %. Schritt 5: Massen ableiten → Fettmasse = 85 × 22,5658400636 ÷ 100 = 19,1809640540, angezeigt als 19,2 kg; Magermasse = 85 − 19,1809640540 = 65,8190359460, angezeigt als 65,8 kg. Unter dem Ergebnis stehen die drei festen Hinweise: es ist eine Schätzung, es gibt keine Einstufung, und der größte Einzelfehler sitzt an der Messstelle. Beispiel im Rechner öffnen.

Häufige Fragen

Wie genau ist die US-Navy-Formel?

Die Formel wurde 1984 an Angehörigen der US Navy entwickelt und schätzt den Körperfettanteil aus drei Bandmaßen und der Körpergröße. Ihre Abweichung gegenüber der hydrostatischen Waage als Referenzverfahren liegt in der Größenordnung mehrerer Prozentpunkte, weil sie die Zusammensetzung des Körpers nur über die Umfänge erfasst. Für einen genaueren Einzelwert braucht es DEXA oder eine professionelle Messung; für den eigenen Verlauf reicht die Formel, wenn Sie sie immer unter denselben Bedingungen anwenden.

Warum nennt der Rechner keine Einstufung?

Für den Körperfettanteil gibt es in Deutschland keine amtliche Referenzspanne. Die im Netz verbreiteten Kategorientabellen stammen aus Sekundärquellen ohne belegte Primärfundstelle, und eine übernommene oder erfundene Kategorie wäre eine Bewertung ohne Grundlage. Der Rechner gibt deshalb nur den geschätzten Wert, die Fettmasse und die Magermasse aus; aussagekräftig ist der Wert vor allem als Verlauf, wenn Sie ihn jedes Mal unter denselben Bedingungen erheben.

Warum müssen Frauen zusätzlich den Hüftumfang angeben?

Die Frauenformel rechnet mit der Summe aus Bauch- und Hüftumfang abzüglich des Halsumfangs, weil sich Fett bei Frauen anders verteilt als bei Männern und der Hüftumfang diesen Anteil erfasst. Die Formel wurde 1984 mit zwei getrennten Koeffizientensätzen aufgestellt, einem für Männer und einem für Frauen. Ohne Hüftumfang kann die Frauenformel nicht rechnen, deshalb ist das Feld bei weiblich ein Pflichtfeld.

Warum weicht der Wert von meiner Bioimpedanzwaage ab?

Eine Bioimpedanzwaage leitet einen schwachen Strom durch den Körper und rechnet aus dem elektrischen Widerstand auf den Fettanteil, die US-Navy-Formel dagegen aus drei Umfängen. Beide Verfahren schätzen dieselbe Größe auf sehr verschiedenen Wegen und tragen eigene Fehlerquellen. Abweichungen von mehreren Prozentpunkten zwischen solchen Verfahren sind normal; vergleichen Sie deshalb nie Verfahren untereinander, sondern nur Werte, die mit derselben Methode entstanden sind.

Wie oft und wann sollte ich messen?

Aussagekräftig ist vor allem der Verlauf, und der stimmt nur, wenn Sie unter möglichst gleichen Bedingungen messen: immer zur selben Tageszeit, am besten morgens nach dem Aufstehen, mit locker anliegendem Band und immer an denselben Stellen. Ein Abstand von etwa vier Wochen genügt; kurzfristige Schwankungen durch Essen, Trinken oder Wasseransammlungen verraten nichts über das Körperfett.

Warum liefert die Formel bei manchen Maßen gar kein Ergebnis?

Der Zehnerlogarithmus in der Formel ist nur für positive Werte definiert: Der Bauchumfang muss größer als der Halsumfang sein, bei Frauen die Summe aus Bauch- und Hüftumfang. Zusätzlich muss die Rechnung einen Wert zwischen null und hundert Prozent ergeben, weil ein Massenanteil außerhalb dieser Spanne mathematisch unmöglich ist. In diesen Fällen bricht der Rechner mit einem deutschen Hinweis ab, statt eine sinnlose Zahl auszugeben.

Quellen

  • Hodgdon JA, Beckett MB (1984)Prediction of Percent Body Fat for U.S. Navy Men from Body Circumferences and Height, Naval Health Research Center Report No. 84-11 (Primärfundstelle der Männergleichung)
  • Hodgdon JA, Beckett MB (1984)Prediction of Percent Body Fat for U.S. Navy Women from Body Circumferences and Height, Naval Health Research Center Report No. 84-29 (Primärfundstelle der Frauengleichung)
  • Sungur A et al. (2023)Body fat percentage and infarct size in patients with non-ST segment elevation myocardial infarction, North Clin Istanb 10:567 bis 574 (Peer-Review-Anwendung, gibt beide Navy-Gleichungen wörtlich wieder)

Körperfett-Rechner: US-Navy-Formel mit Umfängen · https://easytools4me.de/koerperfett-rechner/

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