BMI-Rechner: Body-Mass-Index einfach berechnen
Body-Mass-Index aus Größe und Gewicht, mit WHO-Klassifikation.
Grundumsatz und Tagesbedarf nach Mifflin-St Jeor berechnen.
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Der Grundumsatz (Ruheumsatz) ist die Energiemenge, die der Körper allein für lebensnotwendige Funktionen benötigt (Atmung, Herzschlag, Zellstoffwechsel, Aufrechterhaltung der Körpertemperatur) im völligen Ruhezustand, nüchtern und wach. Der Gesamtumsatz (Tagesbedarf) addiert dazu den Energieverbrauch durch Alltag, Beruf und Sport: Er ergibt sich, indem der Grundumsatz mit einem Aktivitätsfaktor (PAL-Wert) multipliziert wird. Der Leistungsumsatz ist der zusätzliche Verbrauch durch eine einzelne, klar abgegrenzte körperliche Belastung, etwa eine Trainingseinheit, dieser Rechner weist ihn nicht gesondert aus, weil er im Aktivitätsfaktor des Gesamtumsatzes bereits enthalten ist.
Dieser Rechner ermittelt den Grundumsatz nach der Gleichung von Mifflin, St Jeor et al. (1990), die getrennt für Männer und Frauen formuliert ist:
Männer: Grundumsatz = 10 × Gewicht (kg) + 6,25 × Größe (cm) − 5 × Alter (Jahre) + 5
Frauen: Grundumsatz = 10 × Gewicht (kg) + 6,25 × Größe (cm) − 5 × Alter (Jahre) − 161
Die Gleichung stammt aus Mifflin MD, St Jeor ST, Hill LA, Scott BJ, Daugherty SA, Koh YO, „A new predictive equation for resting energy expenditure in healthy individuals“, American Journal of Clinical Nutrition 1990;51(2):241 bis 247. Sie wurde an 498 gesunden Erwachsenen entwickelt (251 Männer, 247 Frauen, 19 bis 78 Jahre), deren Ruheenergieverbrauch per indirekter Kalorimetrie gemessen wurde, dem Referenzverfahren zur Bestimmung des Energieverbrauchs in Ruhe. Quelle: PubMed 2305711, Volltext bei AJCN.
Die ältere Harris-Benedict-Gleichung (1919, revidiert 1984) war lange der Standard. Eine systematische Übersichtsarbeit von Frankenfield, Roth-Yousey und Compher (Journal of the American Dietetic Association 2005;105(5):775 bis 789) verglich mehrere Schätzgleichungen mit gemessenem Ruheenergieverbrauch und kam zu dem Schluss, dass Mifflin-St Jeor bei gesunden, normal- wie übergewichtigen Erwachsenen die zuverlässigste Schätzung liefert. Deshalb verwendet dieser Rechner Mifflin-St Jeor. Quelle: PubMed 15883556.
Der PAL-Wert (Physical Activity Level) drückt aus, um welchen Faktor der Gesamtumsatz über dem Grundumsatz liegt: Gesamtumsatz = Grundumsatz × PAL. Dieser Rechner verwendet die fünf Stufen, die international am häufigsten zusammen mit Mifflin-St Jeor genannt werden:
Diese fünf Faktoren sind eine international übliche Konvention, keine amtliche Vorgabe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) verwendet eine eigene PAL-Skala von 1,2 bis 2,4 mit abweichender Stufung (Tabellenwerte 1,4 / 1,6 / 1,8): Ergebnisse dieses Rechners können deshalb von DGE-Richtwerten abweichen, ohne dass eine der beiden Systematiken falsch ist. Quelle: DGE-Referenzwerte für die Energiezufuhr, DGE-FAQ zur Energiezufuhr.
Für ein moderates Kaloriendefizit rechnet dieser Rechner mit der verbreiteten Faustregel Gesamtumsatz − 500 kcal, was über einen längeren Zeitraum ungefähr 0,5 kg Körperfettabbau pro Woche entspricht (1 kg Körperfett ≈ 7.000 kcal). Für einen moderaten Kalorienüberschuss beim Muskelaufbau rechnet er mit Gesamtumsatz + 300 kcal. Beide Werte sind Orientierungswerte, keine medizinische Vorgabe. Wie stark Sie tatsächlich vom Gesamtumsatz abweichen sollten, hängt von Zielen, Tempo und individueller Verträglichkeit ab.
Der Grundumsatz deckt lebensnotwendige Funktionen, wird dauerhaft weniger davon zugeführt, fehlt dem Körper Energie für Organfunktionen, Hormonhaushalt und Regeneration. Deshalb begrenzt dieser Rechner das Abnehmziel auf den Grundumsatz: Ergäbe ein Defizit von 500 kcal einen Wert unterhalb des Grundumsatzes, wird stattdessen der Grundumsatz selbst als Zielwert ausgewiesen, zusammen mit einem Hinweis auf das dann kleinere tatsächliche Defizit. Das betrifft vor allem Personen mit sitzender Lebensweise (Aktivitätsfaktor 1,2) und niedrigem Grundumsatz.
Auch die zuverlässigste Schätzformel bleibt eine Schätzung. Gegenüber einer Messung per indirekter Kalorimetrie weicht sie im Einzelfall um etwa ±10 % ab, weil Muskelanteil, Genetik, Hormonhaushalt, Schlaf und Tagesform nicht erfasst werden, und der tatsächliche Tagesbedarf schwankt zusätzlich von Tag zu Tag. Das Ergebnis dieses Rechners ist daher als Orientierung zu lesen, nicht als Messung.
Tragen Sie im Formular ein Zielgewicht und ein Wunschtempo ein, rechnet der Rechner zusätzlich eine Zielaufnahme und eine Zeitprognose. Er geht vom Gesamtumsatz aus, zieht das tägliche Defizit ab, das sich aus Ihrem Wunschtempo ergibt, und begrenzt das Ergebnis unten, wo Gesundheit es verlangt. Die Zeitprognose teilt Ihre Gewichtsdifferenz durch das Wunschtempo und rechnet auf ganze Wochen auf.
Hinter der Umrechnung steht die Faustregel, dass ein Kilogramm Körperfett rund 7.700 kcal entspricht. Wer pro Woche 0,5 kg abnehmen möchte, braucht demnach ein tägliches Defizit von 0,5 × 7.700 ÷ 7 = 550 kcal. Die Energiedichte ist eine Näherung, in der Literatur und in Leitlinien wird ein Bereich von etwa 7.000 bis 7.700 kcal je Kilogramm genannt, und ein Teil eines realen Gewichtsverlusts kann aus Wasser oder Muskulatur stammen. Die 7.700-kcal-Regel ist deshalb ausdrücklich als Faustregel gemeint, ein amtlicher Wert existiert nicht.
Im Ziel-Modus fällt die Zielaufnahme nie unter zwei Grenzen, weder unter Ihren Grundumsatz noch unter einen geschlechtsbezogenen Mindestwert von 1.200 kcal für Frauen und 1.500 kcal für Männer. Amtliche Vorgaben sind diese beiden Werte nicht, sie gelten international als Orientierung. Bindend ist jeweils die höhere Grenze, und ein Hinweis nennt, welche davon gegriffen hat und wie groß das verbleibende Defizit ist. Als Wunschtempo sind höchstens 1 kg pro Woche möglich, ein Tempo, das für viele Menschen ambitioniert ist. Eine Umsetzung mit ärztlicher oder ernährungstherapeutischer Begleitung ist bei Tempi am oberen Ende und bei Vorerkrankungen empfehlenswert.
Mann, 30 Jahre, 80 kg, 180 cm, mäßig aktiv: Grundumsatz 1.780 kcal, Gesamtumsatz 2.759 kcal. Ziel 70 kg bei 0,5 kg pro Woche: tägliches Defizit 0,5 × 7.700 ÷ 7 = 550 kcal, Zielaufnahme 2.759 − 550 = 2.209 kcal pro Tag. Dauer: 10 kg ÷ 0,5 kg pro Woche = 20 Wochen. Kein Hinweis greift, weil 2.209 kcal über Grundumsatz und Mindestwert liegen. Beispiel im Rechner öffnen.
Der Ziel-Modus rechnet nur die Abnahmerichtung: Ein Zielgewicht oberhalb des Körpergewichts wird als Fehler gemeldet, es gibt keine Aufbau-Prognose.
Quellen zuletzt geprüft: 14.09.2026. Der Ziel-Modus ist eine Rechenhilfe und keine Diät- oder Therapieempfehlung; bei Vorerkrankungen lassen Sie die Umsetzung ärztlich begleiten.
Beispiel: Frau, 30 Jahre, 65 kg, 165 cm, leicht aktiv (Aktivitätsfaktor 1,375).
Schritt 1, Grundumsatz: 10 × 65 = 650. Schritt 2: 6,25 × 165 = 1031,25. Schritt 3: 5 × 30 = 150. Schritt 4 (Frauen: + 6,25 × Größe, − 5 × Alter, − 161): 650 + 1031,25 − 150 − 161 = 1370,25 kcal → gerundet Grundumsatz 1.370 kcal/Tag.
Schritt 5, Gesamtumsatz: 1370,25 × 1,375 = 1884,09375 kcal → gerundet Gesamtumsatz 1.884 kcal/Tag.
Schritt 6, Zielkalorien: zum Abnehmen 1884 − 500 = 1.384 kcal/Tag, zum Zunehmen 1884 + 300 = 2.184 kcal/Tag. Beispiel im Rechner öffnen.
Der Grundumsatz deckt nur, was Ihr Körper im völligen Ruhezustand braucht: Atmung, Herzschlag, Zellstoffwechsel und die Körpertemperatur. Der Gesamtumsatz ist Ihr Tagesbedarf, er zählt Alltag, Beruf und Sport dazu und ergibt sich aus Grundumsatz × Aktivitätsfaktor (PAL-Wert). Für die tägliche Kalorienzufuhr ist der Gesamtumsatz die maßgebliche Zahl, im Beispiel der Seite sind es 1.884 gegenüber 1.370 kcal.
Sie gilt als die bei gesunden Erwachsenen zuverlässigste der verbreiteten Schätzgleichungen, noch vor der älteren Harris-Benedict-Formel, belegt durch die systematische Übersichtsarbeit von Frankenfield et al. (2005). Gegenüber einer Messung per indirekter Kalorimetrie liegt sie im Einzelfall etwa ±10 % daneben, weil Muskelanteil, Genetik und Tagesform in die Formel nicht eingehen. Weil sie aus 498 Versuchspersonen abgeleitet ist, bleibt sie eine Schätzung, und der reale Tagesbedarf schwankt ohnehin von Tag zu Tag.
Wählen Sie das Niveau, das Ihre durchschnittliche Woche am besten beschreibt, nicht Ihren aktivsten Tag. Die Stufen reichen von „sitzend“ für einen Bürojob ohne Sport bis „extrem aktiv“ für körperliche Arbeit oder tägliches hartes Training, die Zuordnung aller fünf Stufen steht im Abschnitt zum Aktivitätsfaktor. Im Zweifel ist die niedrigere Stufe die realistischere Wahl, weil Alltagsbewegung leicht überschätzt wird und der Tagesbedarf sonst zu hoch ausfällt.
Als Faustregel gilt ein Defizit von rund 500 kcal pro Tag gegenüber dem Gesamtumsatz, was langfristig etwa 0,5 kg Körperfett pro Woche entspricht. Eine harte Untergrenze baut der Rechner ein: Das Abnahmeziel fällt nie unter Ihren Grundumsatz, und dauerhaft darunter zu essen sollte ärztlich oder ernährungstherapeutisch begleitet werden. Behandeln Sie die Zielwerte als Orientierung und nicht als Vorgabe.
Der Rechner rechnet mit der fünfstufigen Konvention von 1,2 bis 1,9, die üblicherweise zusammen mit Mifflin-St Jeor genannt wird. Die DGE führt dagegen eine eigene Skala von 1,2 bis 2,4 mit den Tabellenwerten 1,4 / 1,6 / 1,8 und leitet daraus ihre Richtwerte ab. Derselbe Mensch kann auf den beiden Skalen unterschiedlichen Stufen zugeordnet werden, deshalb weichen die Ergebnisse ab, ohne dass eine der beiden Systematiken falsch ist.
Die Rechnung beruht auf der Faustregel von rund 7.700 kcal je Kilogramm Körperfett und auf einem Verbrauch, der über die gesamte Zeit gleich bleibt. Real passt sich Ihr Körper einer längeren Umstellung an, der Tagesverbrauch schwankt, und nach einigen Wochen steht die Waage trotz weiterem Defizit oft still. Sehen Sie die angezeigte Dauer deshalb als grobe Orientierung und nicht als Termin.
Kalorienbedarf-Rechner: Grundumsatz & Tagesbedarf · https://easytools4me.de/kalorienbedarf-rechner/
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