Mehrwertsteuer-Rechner: MwSt aufschlagen und herausrechnen
Netto ↔ brutto mit 19 % oder 7 % Mehrwertsteuer, inklusive Steuerbetrag.
Alle acht Aufgabentypen der Prozentrechnung, mit Rechenweg.
Neuer Wert3.344,00
3.200 um 4,5 % erhöht ergibt 3.344,00.
Jede Prozentaufgabe kennt drei Größen: den Grundwert (G), er entspricht 100 %, den Prozentwert (W) als den Teil davon und den Prozentsatz (P), der angibt, wie groß dieser Teil ist. Aus zwei bekannten Größen lässt sich immer die dritte bestimmen. Die vier Zahlenfelder des Rechners sind dabei ohne Währungs- oder Mengeneinheit: Er hängt an kein Ergebnis ein „€“, „kg“ oder Stück an, sondern zeigt nur die Zahl; was sie bedeutet, legt allein Ihre Eingabe fest. Nur das Prozentfeld und prozentuale Ergebnisse tragen ein „%“.
Die Grundformel lautet W = G × P ÷ 100. Nach den beiden anderen Größen umgestellt ergibt das P = W ÷ G × 100 und G = W ÷ P × 100. Alle weiteren Aufgabentypen sind Anwendungen dieser drei Formeln.
| Aufgabentyp | Eingaben | Formel |
|---|---|---|
| Prozentwert berechnen | Grundwert, Prozentsatz | W = G × P ÷ 100 |
| Prozentsatz berechnen | Grundwert, Prozentwert | P = W ÷ G × 100 |
| Grundwert berechnen | Prozentwert, Prozentsatz | G = W ÷ P × 100 |
| Prozentuale Änderung berechnen | alter Wert, neuer Wert | P = (E − G) ÷ G × 100 |
| Wert um Prozent erhöhen | Ausgangswert, Prozentsatz | E = G × (1 + P ÷ 100) |
| Wert um Prozent vermindern | Ausgangswert, Prozentsatz | E = G × (1 − P ÷ 100) |
| Wert vor dem Aufschlag berechnen | Wert nach dem Aufschlag, Prozentsatz | G = E ÷ (1 + P ÷ 100) |
| Wert vor dem Abschlag berechnen | Wert nach dem Abschlag, Prozentsatz | G = E ÷ (1 − P ÷ 100) |
Wer die Formel nicht auswendig lernen möchte, kommt über den Dreisatz zum selben Ergebnis: Man geht vom Ganzen über einen einzigen Prozentanteil zum gesuchten Anteil.
Die letzte Zeile ist genau die Grundformel: Der Prozentwert ist das P-Fache eines Prozents des Grundwerts. Alle acht Aufgabentypen rechnen jeweils einen einzelnen Prozentschritt; mehrere Schritte hintereinander, etwa eine jährliche Verzinsung über mehrere Jahre, tragen Sie einzeln ein oder nutzen dafür den Zinseszins-Rechner.
Verändert sich eine Größe, die selbst schon in Prozent gemessen wird, zählt man die Differenz in Prozentpunkten; bezogen auf den alten Wert ist dieselbe Veränderung zugleich ein Prozentsatz. Steigt ein Zinssatz von 2 % auf 3 %, ist das ein Anstieg um 1 Prozentpunkt und gleichzeitig eine Zunahme um 50 %, denn 1 ist die Hälfte von 2. Beide Angaben sind richtig und meinen Verschiedenes: „Der Zins steigt um 50 %“ klingt dramatischer als „um 1 Prozentpunkt“, obwohl beide dieselbe Veränderung beschreiben.
Der Aufgabentyp „Prozentuale Änderung berechnen“ liefert beide Zahlen in einem Rechenschritt. Tragen Sie als Alter Wert 2 und als Neuer Wert 3 ein, zeigt der Rechner unter „Änderung“ 50,00 % und unter „Differenz“ 1,00 an, genau die gesuchten Prozentpunkte, weil die Differenz hier zwei Prozentsätze direkt voneinander abzieht. Bei anderen Grundgrößen, etwa Euro-Beträgen, ist dieselbe Differenz-Zeile schlicht der Betrag der Veränderung und keine Prozentpunkt-Angabe mehr. Beispiel im Rechner öffnen. Wie stark sich Preise im Zeitverlauf verändern, veröffentlicht das Statistische Bundesamt im Verbraucherpreisindex.
Eine Jacke kostet 89,90 € und ist um 30 % reduziert. Das ist der Aufgabentyp „Wert um Prozent vermindern“: Tragen Sie 89,90 als Ausgangswert und 30 als Verminderung ein, zeigt der Rechner als neuen Wert 62,93 und als Differenz -26,97, zunächst reine Zahlen ohne Einheit. Weil die Eingabe hier ein Euro-Betrag war, gilt das auch für das Ergebnis: Die Jacke kostet nach dem Rabatt 62,93 €, der Nachlass beträgt 26,97 €. Beispiel im Rechner öffnen. Beworbene Preisermäßigungen müssen sich nach § 11 PAngV auf den niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage beziehen (in Kraft seit 28.05.2022); der beworbene Prozentsatz sagt also nichts darüber aus, was die Jacke vor einem halben Jahr gekostet hat.
Eine Rechnung weist 119,00 € brutto aus, der Umsatzsteuersatz beträgt 19 %. Gesucht ist der Nettobetrag, das ist der Aufgabentyp „Wert vor dem Aufschlag berechnen“: Tragen Sie 119 als Wert nach dem Aufschlag und 19 als Aufschlag ein, nennt der Rechner als Grundwert 100,00, als Euro-Betrag gelesen also 100,00 € netto. Beispiel im Rechner öffnen. Ein verbreiteter Rechenfehler ist es, den Steuersatz stattdessen direkt vom Bruttobetrag abzuziehen. Das ergibt einen zu niedrigen Nettowert, weil sich der Steuersatz auf den Nettobetrag bezieht, nicht auf den Bruttobetrag. Der Regelsteuersatz von 19 % steht in § 12 Abs. 1 UStG in der seit 01.01.2021 geltenden Fassung. Wer regelmäßig zwischen netto und brutto umrechnet, nutzt dafür den Mehrwertsteuer-Rechner, der den Satz samt Stand aus der Parameterverwaltung übernimmt.
Ein Monatsgehalt von 3.200,00 € steigt um 4,5 %. Das ist der Aufgabentyp „Wert um Prozent erhöhen“: Tragen Sie 3200 als Ausgangswert und 4,5 als Erhöhung ein, zeigt der Rechner als neuen Wert 3.344,00 und als Differenz 144,00; als Euro-Beträge gelesen sind das 3.344,00 € Gehalt und 144,00 € mehr im Monat. Beispiel im Rechner öffnen. Rückwärts gerechnet, vom neuen Gehalt auf das alte, führt der Aufgabentyp „Wert vor dem Aufschlag berechnen“ mit 3344 als Wert nach dem Aufschlag und 4,5 als Aufschlag wieder zu 3.200,00 €.
Der Prozentwert ist der Anteil, der auf einen bestimmten Prozentsatz entfällt: Sie multiplizieren den Grundwert mit dem Prozentsatz und teilen das Ergebnis durch 100. 19 % von 250 sind also 250 × 19 ÷ 100 = 47,50. Im Rechner wählen Sie dafür den Aufgabentyp „Prozentwert berechnen“.
Der Prozentsatz gibt an, welchem Anteil des Grundwerts ein Prozentwert entspricht. Sie teilen den Prozentwert durch den Grundwert und multiplizieren mit 100: aus 47,50 und 250 werden so 19 %. Der Grundwert darf dabei nicht 0 sein, weil sich ein Anteil an nichts nicht bestimmen lässt.
Einen Aufschlag machen Sie nicht durch einen gleich großen Abschlag rückgängig, sondern durch Teilen: Sie teilen den Wert nach dem Aufschlag durch den Faktor 1 + Prozentsatz ÷ 100. Aus 119 werden bei einem Aufschlag von 19 % wieder 100,00. Dafür gibt es den Aufgabentyp „Wert vor dem Aufschlag berechnen“.
Verändert sich eine Größe, die selbst schon in Prozent gemessen wird, zählt man die Differenz in Prozentpunkten. Steigt ein Satz von 2 % auf 3 %, ist das ein Anstieg um 1 Prozentpunkt; bezogen auf den alten Wert ist es zugleich eine Zunahme um 50 %. Beide Angaben sind richtig und meinen Verschiedenes.
Weil sich die beiden Prozentsätze auf verschiedene Grundwerte beziehen. 100 vermindert um 20 % sind 80; diese 80 um 20 % erhöht ergeben nur 96, denn die 20 % werden nun von 80 berechnet. Als Faktoren gerechnet: 0,8 × 1,2 = 0,96, also 4 % weniger als der Ausgangswert.
Prozentrechner: Prozente einfach online berechnen · https://easytools4me.de/prozentrechner/
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