Spritkostenrechner: Benzinkosten je Strecke berechnen
Spritkosten aus Strecke, Verbrauch und Literpreis, mit Mitfahrer-Split.
Wertverlust, Energie, Fixkosten und Wartung, je Monat und je Kilometer.
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Ein Auto kostet in vier Blöcken, und nur drei davon spürt man monatlich. Der Rechner addiert sie zu einem Jahresbetrag und legt diesen anschließend auf Monate und Kilometer um:
1. Wertverlust. Kaufpreis minus Restwert, verteilt auf die Haltedauer: Wertverlust je Jahr = (Kaufpreis − Restwert) ÷ Haltedauer. Eine Rechnung darüber kommt nie ins Haus, und genau deshalb fehlt dieser Posten in fast jeder Überschlagsrechnung. Sichtbar wird er erst beim Verkauf, dann aber auf einen Schlag. Bei üblicher Fahrleistung ist er der größte der vier Blöcke. Seinen Anteil an den Gesamtkosten weist der Rechner deshalb gesondert aus.
2. Energie. Beim Verbrenner Fahrleistung ÷ 100 × Verbrauch × Preis je Liter. Beim Elektroauto steht dieselbe Formel, nur mit Kilowattstunden statt Litern und mit einem Strompreis in Cent, der zusätzlich durch 100 geteilt wird. Tragen Sie den realen Verbrauch ein, nicht den Prospektwert: ein Liter mehr auf 100 km kostet bei 12.000 km im Jahr und 1,75 € je Liter 210 € zusätzlich.
3. Feste Kosten. Versicherung, Kfz-Steuer und Sonstiges wie Stellplatz oder Vignetten. An der Fahrleistung hängt davon nichts: Diese Beträge laufen weiter, solange das Auto zugelassen ist, auch wenn es ein halbes Jahr in der Garage steht. Die Kfz-Steuer ist nach § 1 KraftStG eine gesetzliche Abgabe für das Halten eines Fahrzeugs. Berechnet wird sie hier nicht: der Rechner übernimmt den Jahresbetrag aus Ihrem Bescheid, den der Kfz-Steuer-Rechner ermittelt.
4. Wartung und Reparaturen. Inspektion, Reifen, Verschleißteile und Hauptuntersuchung, über das Jahr gemittelt. Schätzen bringt hier wenig. Wer die Werkstattbelege der letzten drei Jahre addiert und durch drei teilt, hat den belastbareren Wert.
Aus der Summe folgt die eigentlich interessante Zahl: die Kosten je Kilometer, also Jahreskosten geteilt durch Fahrleistung. Erst sie macht Autofahren vergleichbar, mit einer Bahnfahrt ebenso wie mit Carsharing oder mit der Entfernungspauschale nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG, die der Pendlerpauschale-Rechner ansetzt. Wer nur den Kraftstoff rechnet, kommt auf einen Bruchteil der echten Kosten.
Ein Wagen wird für 25.000 € gekauft, soll nach 5 Jahren noch 10.000 € wert sein und fährt 12.000 km im Jahr bei 6,5 l/100 km und 1,75 € je Liter. Versicherung 600 €, Kfz-Steuer 150 €, Wartung 700 € im Jahr. Der Wertverlust beträgt (25.000 − 10.000) ÷ 5 = 3.000 € pro Jahr, der Kraftstoff 12.000 ÷ 100 × 6,5 × 1,75 = 1.365 €, die festen Kosten 750 € und die Wartung 700 €. Zusammen 5.815 € im Jahr, also 484,58 € im Monat und 0,485 € je Kilometer. Der Wertverlust allein macht 51,6 % davon aus, mehr als Kraftstoff, Versicherung, Steuer und Werkstatt zusammen.
Ein Elektroauto kostet 35.000 €, ist nach 5 Jahren noch 15.000 € wert und braucht 18 kWh je 100 km bei 35 ct je Kilowattstunde. Versicherung 600 €, Kfz-Steuer 0 €, Wartung 500 €. Der Wertverlust beträgt (35.000 − 15.000) ÷ 5 = 4.000 € pro Jahr, der Ladestrom 12.000 ÷ 100 × 18 × 0,35 = 756 €. Zusammen 5.856 € im Jahr und 0,488 € je Kilometer, also praktisch dasselbe wie beim Verbrenner: die deutlich niedrigeren Energie- und Wartungskosten werden vom höheren Wertverlust aufgezehrt. Ob das für Ihr Fahrprofil auch gilt, entscheidet vor allem die Fahrleistung, denn nur der Energieanteil wächst mit ihr.
Er kennt Ihr Modell nicht und soll es nicht kennen. Verbrauch, Versicherungsprämie und Werkstattkosten hängen an Fahrprofil, Schadenfreiheitsklasse, Region und Werkstatt, nicht am Modellnamen. Hinterlegte Durchschnitte würden eine Genauigkeit vortäuschen, die es nicht gibt.
Der Restwert ist eine Schätzung für die Zukunft und der unsicherste Posten der ganzen Rechnung. 2.000 € Unterschied im Restwert verschieben das Ergebnis bei fünf Jahren Haltedauer um 400 € pro Jahr. Rechnen Sie im Zweifel zwei Varianten.
Nicht enthalten sind seltene Großereignisse wie ein Motorschaden; sie lassen sich auf kein Durchschnittsjahr verteilen. Auch Finanzierungszinsen fehlen, wenn das Auto nicht bar bezahlt wurde; für Leasing rechnet der Leasing-Rechner den passenden Weg. Beim Elektroauto kommt die Wallbox hinzu, samt Anschaffung und Installation. Das Feld „Sonstiges“ nimmt jeden dieser Posten als Jahresbetrag auf.
Für eine einzelne Fahrt rechnet der Spritkosten-Rechner schneller, weil dort allein der Kraftstoff zählt und die Fixkosten bewusst außen vor bleiben. Wie groß der Unterschied ausfällt, zeigt Beispiel 1 oben. Dem Kraftstoffaufwand von 1.365 € stehen 5.815 € Gesamtkosten im Jahr gegenüber.
Der Posten fällt an, ohne dass je etwas abgebucht wird. Ein für 25.000 € gekaufter Wagen, der nach fünf Jahren noch 10.000 € wert ist, kostet allein durch diesen Posten 3.000 € im Jahr, noch bevor ein einziger Liter getankt wurde. Umgerechnet sind das 8,22 € pro Tag, gefahren oder nicht. Verkaufen Sie das Auto nie, verschwindet der Posten trotzdem nicht. Er wird nur aufgeschoben, bis am Ende eines Autolebens der Restwert nahe null liegt und der ganze Kaufpreis verbraucht ist.
Einen realistischen Wert finden Sie am Markt, nicht im eigenen Bauchgefühl. Suchen Sie in einer Gebrauchtwagenbörse nach demselben Modell mit dem Alter und der Laufleistung, die Ihr Auto am Ende der Haltedauer haben wird. Wie stark diese eine Schätzung ins Gewicht fällt, merken Sie, wenn Sie sie einmal absenken. Mit 8.000 € statt 10.000 € Restwert steigen die Jahreskosten aus Beispiel 1 von 5.815 € auf 6.215 €, der Kilometerpreis von 0,485 € auf 0,518 €.
Wählen Sie oben den Antrieb „Elektroauto“, dann rechnet der Rechner mit Kilowattstunden je 100 km und einem Strompreis in Cent. Wie der Vergleich ausgeht, entscheidet die Fahrleistung. Mit den Zahlen der beiden Beispiele auf dieser Seite liegen Verbrenner und Elektroauto bei 12.000 km im Jahr fast gleichauf, 0,485 € gegen 0,488 € je Kilometer. Bei 25.000 km kippt das Bild: 7.293,75 € gegen 6.675 € im Jahr, also 0,292 € gegen 0,267 € je Kilometer. Der Grund liegt in der Aufteilung der Blöcke: Wertverlust, Versicherung und Wartung kennen keine Kilometer, nur der Energieblock wächst mit der Fahrleistung.
Multiplizieren Sie Ihre Kosten je Kilometer mit den gefahrenen Kilometern. Wer 20 km zur Arbeit hat und an 220 Tagen hin und zurück fährt, legt 8.800 km zurück, den größten Teil der 12.000 Jahreskilometer aus Beispiel 1; bei 0,485 € je Kilometer sind das 4.268 € im Jahr. Das Finanzamt rechnet mit einer anderen Größe: Die Entfernungspauschale nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG zählt nur die einfache Entfernung, hier also 20 km statt 40, und sie mindert das zu versteuernde Einkommen, statt Kosten zu erstatten.
Tragen Sie den heutigen Marktwert ein, nicht den Preis von damals. Was vor drei Jahren bezahlt wurde, ist ausgegeben; für die Frage, was das Auto ab jetzt kostet, zählt allein der Wertverlust, der noch vor Ihnen liegt. Angenommen, Sie haben 25.000 € bezahlt, heute bringt der Wagen 14.000 € und in zwei Jahren voraussichtlich 10.000 €: Dann sind 14.000 € der Kaufpreis, 10.000 € der Restwert und 2 Jahre die Haltedauer, und der Wertverlust beträgt (14.000 − 10.000) ÷ 2 = 2.000 € im Jahr statt 3.000 €.
Ein Modellname kostet nichts; was kostet, steht in Ihren eigenen Papieren: der Jahresbeitrag auf der Police, der Betrag im Steuerbescheid, die Summe der Werkstattrechnungen. In Beispiel 1 machen Versicherung und Kfz-Steuer zusammen 750 € von 5.815 € aus, also 12,9 % der Jahreskosten.
Autokosten-Rechner: Vollkosten pro Monat und km · https://easytools4me.de/autokosten-rechner/
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