EasyTools4Me

Inflationsrechner

Kaufkraft zweier Jahre vergleichen: mit dem amtlichen Verbraucherpreisindex.

Betrag und Zeitraum

Der Betrag, dessen Kaufkraft Sie vergleichen möchten.

Das Jahr, aus dem der Betrag stammt.

Das Jahr, mit dem Sie vergleichen. Es darf auch vor dem Ausgangsjahr liegen.

Kaufkraft-Äquivalent192,73 € €

Veränderung der Verbraucherpreise
92,7 % %
Durchschnittliche jährliche Veränderung
2,0 % %
Verbraucherpreisindex 1991
61,9
Verbraucherpreisindex 2024
119,3

100,00 € aus dem Jahr 1991 entsprechen kaufkraftbereinigt 192,73 € im Jahr 2024. Die Verbraucherpreise sind zwischen 1991 und 2024 um 92,7 % gestiegen, im Durchschnitt um 2,0 % pro Jahr (geometrisches Mittel).

Rechenweg ansehen

So wird gerechnet

Der Rechner vergleicht die Kaufkraft eines Betrags zwischen zwei Jahren über den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts. Die Formel ist ein Verhältnis zweier Indexstände: Betrag × Index(Vergleichsjahr) ÷ Index(Ausgangsjahr). Geschätzt oder fortgeschrieben wird nichts. Beide Indexstände sind veröffentlichte Jahresdurchschnitte.

Was der Index misst

Der Verbraucherpreisindex bildet die Preisentwicklung eines bundesweiten Warenkorbs ab, der Waren und Dienstleistungen nach ihrem Anteil an den Ausgaben aller Haushalte gewichtet. Er ist auf ein Basisjahr normiert: 100,0 Punkte im Jahr 2020 sind die Bezugsgröße, auf die alle anderen Jahre bezogen sind. Ein Indexstand von 119,3 im Jahr 2024 bedeutet also, dass derselbe Warenkorb dort 119,3 Prozent dessen kostet, was er 2020 gekostet hat.

Warum die Reihe 1991 beginnt

Erst ab 1991 veröffentlicht das Statistische Bundesamt einen Verbraucherpreisindex für das gesamte Deutschland. Die älteren Reihen beziehen sich auf das frühere Bundesgebiet und damit auf eine andere Bevölkerung und einen anderen Warenkorb; sie an die heutige Reihe anzuhängen würde zwei verschiedene Länder miteinander vergleichen. Der Rechner tut das bewusst nicht und weist Jahre außerhalb der abgedeckten Spanne 1991 bis 2024 ausdrücklich zurück, statt mit ungeprüften Werten zu rechnen.

Gesamtveränderung und Durchschnitt pro Jahr

Der Rechner nennt zwei Prozentwerte, die leicht verwechselt werden. Die Veränderung der Verbraucherpreise ist der Preisunterschied über den ganzen Zeitraum. Die durchschnittliche jährliche Veränderung ist das geometrische Mittel daraus: jene konstante Jahresrate, die vom einen Indexstand zum anderen führt. Sie ist kleiner als die Gesamtveränderung geteilt durch die Zahl der Jahre, weil jedes Jahr auf dem bereits gestiegenen Niveau des Vorjahres aufsetzt. Das arithmetische Mittel einzelner Jahresraten wäre hier ohnehin nicht möglich: Die Reihe führt Jahresdurchschnitte, keine Vorjahresveränderungen.

Rechenbeispiel

100,00 € aus dem Jahr 1991 gegen das Jahr 2024: Der Index steht 1991 bei 61,9 und 2024 bei 119,3. 100,00 € × 119,3 ÷ 61,9 = 192,73 €: so viel brauchen Sie 2024, um sich denselben Warenkorb zu leisten wie 1991 für 100,00 €. Beispiel im Rechner öffnen.

Was dieser Rechner nicht abbildet

  1. Ihre persönliche Teuerung. Der Index gewichtet nach den Ausgaben aller Haushalte. Wer überdurchschnittlich viel für Miete, Energie oder Lebensmittel ausgibt, erlebt eine andere Rate als der Durchschnitt.
  2. Regionale Unterschiede. Einen amtlichen regionalen oder Landes-Verbraucher­ preisindex gibt es in dieser Reihe nicht; gerechnet wird ausschließlich mit dem bundesweiten Durchschnitt.
  3. Einzelne Produkte. Innerhalb des Warenkorbs entwickeln sich die Gruppen weit auseinander; der Gesamtindex sagt nichts über den Preis eines bestimmten Guts.
  4. Unterjährige Entwicklungen. Gerechnet wird mit Jahresdurchschnitten. Monatliche Ausschläge (und damit auch der Preisstand zu einem bestimmten Stichtag innerhalb des Jahres) bleiben außen vor.
  5. Die Einkommensseite. Ob ein Lohn real gestiegen ist, hängt ebenso von der Lohnentwicklung ab wie von den Preisen. Diese Seite rechnet nur die Preise.
  6. Zinsen und Anlageerträge. Ein Betrag, der über die Jahre verzinst wurde, hat sich nominal verändert; der Rechner behandelt ihn als unverändert. Für die Kombination aus Sparzins und Inflation sind der Zinseszins- und der Sparplanrechner zuständig.
  7. Eine Prognose. Gerechnet wird ausschließlich mit bereits veröffentlichten, historischen Indexwerten. Künftige Inflation schätzt der Rechner nicht. Für ein Jahr ohne veröffentlichten Jahresdurchschnitt nennt er die abgedeckte Spanne, statt zu rechnen.

Häufige Fragen

Wie berechnet der Inflationsrechner die Kaufkraft zwischen zwei Jahren?

Über das Verhältnis zweier Indexstände: Der Betrag wird mit dem Verbraucherpreisindex des Vergleichsjahres multipliziert und durch den Index des Ausgangsjahres geteilt. Beide Werte stammen aus den Jahresdurchschnitten des Statistischen Berichts „Verbraucherpreisindex für Deutschland: Lange Reihen ab 1948" (Tabelle 611xx-01) auf der Basis 2020=100. Es wird nichts geschätzt und nichts fortgeschrieben.

Welchen Zeitraum deckt der Inflationsrechner ab?

Die gesamtdeutsche Reihe beginnt 1991, dem ersten vollen Jahr nach der Wiedervereinigung; davor veröffentlicht das Statistische Bundesamt nur eine Reihe für das frühere Bundesgebiet, die eine andere Bevölkerung abbildet und deshalb nicht angehängt wird. Nach oben reicht sie bis 2024, dem letzten vollständigen Jahresdurchschnitt des inzwischen eingestellten Statistischen Berichts; der Wert für 2025 wird aus der Nachfolgequelle nachgetragen und bewusst nicht geschätzt. Für ein Jahr außerhalb dieser Spanne nennt der Rechner die abgedeckte Spanne, statt zu rechnen.

Was ist der Unterschied zwischen der Gesamtinflation und der durchschnittlichen jährlichen Rate?

Die Gesamtveränderung ist der Preisunterschied über den ganzen Zeitraum, die durchschnittliche jährliche Rate das geometrische Mittel daraus. Aus rund 93 % Gesamtanstieg über 33 Jahre werden so etwa 2,0 % pro Jahr, deutlich weniger als 93 geteilt durch 33, weil jedes Jahr auf dem bereits gestiegenen Niveau des Vorjahres aufsetzt.

Warum weicht die gefühlte Inflation von der amtlichen Teuerungsrate ab?

Der Verbraucherpreisindex misst einen bundesweiten Durchschnittswarenkorb. Wer überdurchschnittlich viel für Dinge ausgibt, die sich stark verteuert haben (Miete, Energie, Lebensmittel), erlebt eine höhere Teuerung als der Durchschnitt, und häufig gekaufte Güter prägen die Wahrnehmung ohnehin stärker als selten gekaufte. Im Teuerungsjahr 2022 etwa stieg der Index von 103,1 auf 110,2 Punkte, also um 6,9 % im Jahresdurchschnitt. Ein einzelner Haushalt kann davon deutlich abweichen.

Zeigt der Rechner auch, ob mein Lohn real gestiegen ist?

Nein. Er rechnet ausschließlich die Preisseite und weiß nichts über Ihr Einkommen. Für einen Reallohnvergleich brauchen Sie zusätzlich die Einkommensseite: Was von einem Bruttogehalt netto übrig bleibt, rechnet der Brutto-Netto-Rechner aus; erst der Vergleich beider Ergebnisse zeigt, ob ein Lohnzuwachs die Teuerung übertroffen hat. Von 2020 bis 2024 stiegen die Preise um 19,3 %. Erst oberhalb dieser Schwelle ist ein Lohnplus ein reales Plus.

Was bedeutet ein negativer Wert bei der Veränderung der Verbraucherpreise?

Dass die Preise im Vergleichsjahr niedriger lagen als im Ausgangsjahr: Deflation. Über ein ganzes Jahr ist das in Deutschland seit 1991 nicht vorgekommen: Die Reihe steigt von 61,9 (1991) auf 119,3 (2024) ohne ein einziges fallendes Jahr. Ein negativer Wert entsteht hier deshalb nur, wenn Sie das spätere Jahr als Ausgangsjahr eintragen und damit die Frage umdrehen.

Quellen und Rechtsstand

Stand: · zuletzt geprüft:

Inflationsrechner: Kaufkraft seit 1991 berechnen · https://easytools4me.de/inflationsrechner/

Stand: 01.01.1991 · zuletzt geprüft: 05.08.2026

Berechnet mit easytools4me.de. Ohne Gewähr.