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Aktien Rechner: Rendite, Gewinn und Dividenden

Rendite, Kursgewinn und Dividenden Ihrer Aktienposition, netto nach Steuern.

Position

Kurs, zu dem Sie die Aktien gekauft haben.

Kurs, zu dem Sie die Aktien verkauft haben oder verkaufen wollen.

Anzahl der gehandelten Aktien.

Haltezeit und Ertrag

Volle Jahre zwischen Anschaffung und Verkauf; sie beeinflusst Dividendensumme und Jahresrendite, nicht die Besteuerung des Kursgewinns.

Ausschüttung pro Aktie und Jahr; 0 lassen, wenn die Aktie keine Dividende zahlt.

Erweitert

Gebühren und Orderentgelte des Kaufs, erhöhen die Anschaffungskosten.

Gebühren und Orderentgelte des Verkaufs, mindern den Erlös.

Steuer

Bestimmt die Höhe des Sparer-Pauschbetrags.

Teil des Pauschbetrags, den Sie bereits über einen Freistellungsauftrag oder andere Erträge nutzen.

Aktivieren, wenn Sie einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehören.

Wirkt nur bei Kirchensteuerpflicht; bestimmt den Satz von 8 % oder 9 %.

Gesamtrendite57,1 %

Rendite pro Jahr (p.a.)
16,2 %
Gesamtgewinn nach Steuern
2.283,50 €
Kursgewinn
2.000,00 €
Dividenden nach Steuern
600,00 €
Steuern gesamt
316,50 €

Der Verkauf von 50 Aktien bringt bei 80 zu 120 einen Kursgewinn von 2.000,00 €. Die Dividenden von 600,00 € bleiben vom Sparer-Pauschbetrag vollständig frei. Insgesamt erzielen Sie 2.283,50 € nach Steuern, das sind 57,1 % auf Ihre Gesamtinvestition und 16,2 % pro Jahr.

Was dieser Rechner nicht berücksichtigt

  • Steuer als Bankabzug (ohne Günstigerprüfung, ohne Verlustverrechnung)
  • Keine Reinvestition der Dividenden
  • Konstante Dividende über die Haltedauer
  • Keine ausländische Quellensteuer
  • Keine Teilfreistellung (betrifft nur Fonds)
  • Gebühren als einmalige Pauschalen
  • Kein Kurspfad zwischen Kauf und Verkauf
  • Keine Anlageberatung
Jahrestabelle anzeigen
Steuer und Netto Jahr für Jahr
Jahr Kapitalertrag Steuer Netto
1 200,00 € 0,00 € 200,00 €
2 200,00 € 0,00 € 200,00 €
3 200,00 € 0,00 € 200,00 €
Verkauf 2.000,00 € 316,50 € 1.683,50 €
Rechenweg ansehen

So wird gerechnet

Eine Aktienposition bringt Geld auf zwei Wegen: über den Kursgewinn zwischen Kauf und Verkauf und über die Dividenden, die jährlich fließen. Der Rechner fasst beides zusammen und zieht die Steuer ab: Rendite = (Verkaufserlös nach Verkaufsgebühr + Dividenden − Anschaffungskosten mit Kaufgebühr − Steuer) ÷ Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten schließen die Kaufgebühr ein, der Erlös ist um die Verkaufsgebühr gemindert, und gezählt werden nur volle Jahre: 50 Aktien mit 4 € Ausschüttung je Aktie bringen 200 € pro Jahr, über 3 Jahre also 600 €. Das ist die Sicht auf eine einmal gekaufte Position; wer eine laufende Rate anspart, rechnet mit dem Sparplanrechner.

Rendite p.a.: warum der Rechner geometrisch teilt

Die Gesamtrendite beschreibt den ganzen Zeitraum. Um sie auf ein Jahr herunterzurechnen, dividiert der Rechner nicht einfach durch die Jahreszahl, sondern annualisiert geometrisch mit (1 + R)^(1/n) − 1. Der Unterschied ist keine Spitzfindigkeit: 57,1 % über 3 Jahre ergeben so 16,2 % pro Jahr, während die einfache Division 19,0 % anzeigen würde. Die einfache Rechnung unterstellt, jedes Jahr bringe denselben absoluten Gewinn, und überspringt damit genau den Effekt, der langfristig die Rendite treibt: die Verzinsung der bereits erwirtschafteten Gewinne. Über viele Jahre wächst die Lücke zwischen beiden Angaben beträchtlich. Erst ab einem vollen Jahr ist die p.a.-Angabe definiert, bei einer Haltedauer von 0 zeigt der Rechner deshalb keinen Wert an.

Besteuerung des Kursgewinns: immer Kapitalertrag, in jedem Haltezeitraum

Gewinne aus dem Verkauf von Aktien sind Kapitalerträge und werden im Jahr des Verkaufs mit dem Einheitssatz von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag besteuert (§ 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG), unabhängig davon, wie lange Sie die Aktien gehalten haben. Seit der Reform zum 1. Januar 2009 gibt es für Wertpapiere keine Spekulationsfrist mehr; der Bundesfinanzhof hat das 2019 noch einmal klargestellt. Die verbreitete Annahme, Aktien würden nach einem Jahr steuerfrei, ist deshalb überholt: Die frühere Ein-Jahres-Frist für private Veräußerungsgeschäfte greift nur noch bei Wirtschaftsgütern, deren Verkauf keine Kapitalerträge sind, zum Beispiel Gold. Im Modell zählt der Kursgewinn deshalb einfach zum Einkommen des Verkaufsjahres und teilt sich den Sparer-Pauschbetrag mit der Dividende desselben Jahres; für die Fristfrage braucht es keine Kalenderdaten und keinen zweiten Rechner.

Besteuerung der Dividenden: Abzug durch die Bank

Dividenden sind Kapitalerträge nach § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG. Die Bank zieht die Steuern direkt beim Zufluss ein: 25 % Kapitalertragsteuer (§ 32d Abs. 1 EStG), darauf 5,5 % Solidaritätszuschlag (§ 3 Abs. 1 Nr. 5 SolzG 1995) und bei Kirchensteuerpflicht 8 % oder 9 % Kirchensteuer, je nach Bundesland. Davor setzt die Bank den Sparer-Pauschbetrag ab, 1.000 € bei Einzelveranlagung und 2.000 € bei Zusammenveranlagung (§ 20 Abs. 9 EStG), und zwar in jedem Jahr erneut. Genau so rechnet dieses Modell Jahr für Jahr: 200 € Dividende pro Jahr bleiben drei Jahre lang vollständig steuerfrei, solange Sie den Pauschbetrag nicht anderweitig verbraucht haben. Im Verkaufsjahr teilen sich Dividende und Kursgewinn denselben Pauschbetrag, die Dividende geht dabei zuerst durch. Bei Kirchensteuerpflicht folgt die Rechnung dem Abzug der Banken nach § 51a Abs. 2a EStG: Die Kapitalertragsteuer ermäßigt sich selbst, sie sinkt nicht nur um einen Zuschlag obendrauf.

Welche Gebühren hineingehören

Einrechnen sollten Sie die Ordergebühren beider Seiten des Geschäfts: Das Kaufentgelt erhöht die Anschaffungskosten, das Verkaufsentgelt mindert den Erlös. Bei 10 € je Order kostet eine 2.000-€-Position damit 20 € Gewinn, bei einem kleinen Posten von 500 € sind es bereits 4 % der Summe. Kleine Orders bei Flatrate-Brokern schneiden deshalb proportional besser ab, obwohl ihre feste Gebühr gleich bleibt. Nicht abbilden kann der Rechner die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs (Spread), laufende Depotgebühren und Kosten, die durch Nachkäufe desselben Titels entstünden; das Modell kennt nur zwei einmalige Pauschalen.

Was dieser Rechner nicht berücksichtigt

Die Ausschlüsse stehen bewusst auf der Ergebnisseite, hier noch einmal mit Begründung:

  • Die Steuer wird als Bankabzug nach § 51a Abs. 2a EStG modelliert. Die Günstigerprüfung (§ 32d Abs. 6 EStG) und die Verlustverrechnung fehlen: Aktienverluste dürfen real nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden (§ 20 Abs. 6 Satz 4 EStG). Beides kann die tatsächliche Last nur senken, nie erhöhen.
  • Dividenden werden summiert, nicht wieder angelegt. Kurspfade während der Haltedauer, Kapitalmaßnahmen und Nachkäufe desselben Titels bleiben außer Ansatz. Wer ausschüttende Dividenden wachsen lassen möchte, findet die Reinvestition im Dividendenrechner.
  • Die jährliche Dividende bleibt konstant. Erhöhungen und Kürzungen sind nicht modelliert, ebenso wenig ein quartalsweiser Zahlungsrhythmus; die Rechnung zählt volle Jahre.
  • Ausländische Quellensteuer auf Dividenden und ihre Anrechnung (§ 32d Abs. 5 EStG) fehlen; bei ausländischen Aktien entsteht die tatsächliche Last am Depot anders.
  • Eine Teilfreistellung wie bei Investmentfonds existiert für einzelne Aktien nicht, das Feld betrifft nur Fonds; dafür gibt es den ETF-Sparplanrechner.
  • Ordergebühren sind einmalige Pauschalen. Spreads, Depotgebühren und Fremdspartenkosten sind nicht abgebildet.
  • Kauf und Verkauf sind zwei Zeitpunkte; der Kursverlauf dazwischen bleibt für das Ergebnis und die Anzeige ohne Bedeutung.
  • Das Ergebnis ist eine Modellrechnung, keine Prognose, keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.

Rechenbeispiele

Beispiel 1: Dividenden frei, der Gewinn wird im Verkaufsjahr besteuert

50 Aktien, Kaufkurs 80 €, Verkaufskurs 120 €, 3 Jahre Haltedauer, 4 € Dividende je Aktie und Jahr. Der Kursgewinn beträgt 2.000,00 €, die Dividenden von 600,00 € bleiben in allen drei Jahren komplett im Sparer-Pauschbetrag. Im Verkaufsjahr kostet der Gewinn daher Steuer auf 2.200,00 € abzüglich des 1.000-€-Freibetrags, also auf 1.200,00 €: 316,50 €. Insgesamt bleiben 2.283,50 € nach Steuern, das sind 57,1 % Gesamtrendite und 16,2 % pro Jahr. Beispiel im Rechner öffnen.

Beispiel 2: mit Gebühren und Kirchensteuer

200 Aktien, Kaufkurs 50 €, Verkaufskurs 60 €, ein Jahr Haltedauer, 2 € Dividende je Aktie, 10 € Ordergebühr je Seite, kirchensteuerpflichtig in Nordrhein-Westfalen. Der Kursgewinn von 1.980,00 € ist steuerpflichtig; Dividende (400,00 €) und Kursgewinn teilen sich den Pauschbetrag von 1.000 €, es bleiben 1.380,00 € steuerpflichtiger Ertrag, darauf entfallen 386,33 € Steuer. Die Gesamtrendite beträgt 19,9 %. Beispiel im Rechner öffnen.

Häufige Fragen

Wie wird die Rendite einer Aktie berechnet?

Die Gesamtrendite setzt Kursgewinn und Dividenden ins Verhältnis zu Ihrer Investition: (Verkaufserlös plus alle Dividenden minus Kaufpreis und Gebühren minus Steuer) geteilt durch die Anschaffungskosten, mal 100. Bei 50 Aktien, Kauf 80 €, Verkauf 120 € und 4 € Dividende je Aktie und Jahr über 3 Jahre sind das 2.283,50 € Gewinn nach Steuern auf 4.000 € Einsatz, also 57,1 %. Die jährliche Sicht formt daraus 16,2 % p.a.

Muss ich Kursgewinne aus Aktien versteuern?

Ja. Seit der Reform zum 1. Januar 2009 sind Gewinne aus dem Verkauf von Aktien immer Kapitalerträge und werden mit dem Einheitssteuersatz von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag besteuert, unabhängig von der Haltedauer (§ 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG). Die früher geltende Ein-Jahres-Frist für private Veräußerungsgeschäfte erfasst nur noch Wirtschaftsgüter, deren Verkauf keine Kapitalerträge sind, etwa Gold; für Aktien gilt sie nicht mehr. Der Sparer-Pauschbetrag mindert auch den Verkaufsgewinn, soweit ihn die Dividenden desselben Jahres nicht schon verbraucht haben.

Wie werden Aktiendividenden besteuert?

Dividenden sind Kapitalerträge nach § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG. Die Bank zieht beim Zufluss 25 % Kapitalertragsteuer ab (§ 32d Abs. 1 EStG), darauf 5,5 % Solidaritätszuschlag und bei Kirchensteuerpflicht 8 % oder 9 % Kirchensteuer. Zuvor wird der Sparer-Pauschbetrag berücksichtigt: 1.000 € bei Einzelveranlagung, 2.000 € bei Zusammenveranlagung, und zwar in jedem Jahr erneut. Bei Kirchensteuerpflicht ermäßigt sich die Kapitalertragsteuer selbst, weil die Bank nach § 51a Abs. 2a EStG abzieht.

Warum weicht die Rendite p.a. von der Gesamtrendite ab?

Die Gesamtrendite beschreibt den ganzen Zeitraum, die Rendite p.a. rechnet sie auf ein Jahr herunter. Der Rechner annualisiert geometrisch mit (1 + Rendite)^(1/Jahre) minus 1, weil ein gleichbleibender Prozentsatz pro Jahr dem Zinseszinseffekt entspricht: 57,1 % über 3 Jahre ergeben 16,2 % pro Jahr, während die einfache Division 19,0 % anzeigen würde. Bei einer Haltedauer von 0 gibt es kein volles Jahr, der Rechner zeigt dann keinen p.a.-Wert an.

Welche Gebühren sollte ich einrechnen?

Die Ordergebühren beider Seiten des Geschäfts: das Orderentgelt beim Kauf erhöht Ihre Anschaffungskosten, das beim Verkauf mindert den Erlös. Bei 10 € Gebühr je Order sinkt der Gewinn einer Position um 20 €, bei kleineren Beständen ist der relative Effekt deutlich größer. Nicht einrechnen können Sie Spreads zwischen Kauf- und Verkaufskurs, laufende Depotgebühren und Fremdspartenkosten; das Modell kennt nur die beiden einmaligen Pauschalen.

Was rechnet dieser Aktien Rechner nicht?

Mehrere Dinge, die erst in der Veranlagung wirken: die Günstigerprüfung mit dem persönlichen Steuersatz und die Verlustverrechnung, nach der Aktienverluste nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden dürfen. Auch ausländische Quellensteuer auf Dividenden, Kapitalmaßnahmen während der Haltedauer, Nachkäufe desselben Titels, schwankende Dividenden und Kursschwankungen zwischen Kauf und Verkauf bleiben außen vor. Das Ergebnis ist eine Modellrechnung, keine Anlage- oder Steuerberatung.

Quellen und Rechtsstand

Werte im Rechner

Rechtsgrundlagen

Stand: · zuletzt geprüft:

Aktien Rechner: Rendite und Gewinn berechnen · https://easytools4me.de/aktien-rechner/

Stand: 01.01.2026 · zuletzt geprüft: 02.08.2026

Berechnet mit easytools4me.de. Ohne Gewähr.