Dividendenrechner: Dividendenrendite und Ertrag
Jährliche Dividende, Endkapital und kumulierte Erträge mit Jahrestabelle.
Rendite, Kursgewinn und Dividenden Ihrer Aktienposition, netto nach Steuern.
Gesamtrendite57,1 %
Der Verkauf von 50 Aktien bringt bei 80 zu 120 einen Kursgewinn von 2.000,00 €. Die Dividenden von 600,00 € bleiben vom Sparer-Pauschbetrag vollständig frei. Insgesamt erzielen Sie 2.283,50 € nach Steuern, das sind 57,1 % auf Ihre Gesamtinvestition und 16,2 % pro Jahr.
Was dieser Rechner nicht berücksichtigt
| Jahr | Kapitalertrag | Steuer | Netto |
|---|---|---|---|
| 1 | 200,00 € | 0,00 € | 200,00 € |
| 2 | 200,00 € | 0,00 € | 200,00 € |
| 3 | 200,00 € | 0,00 € | 200,00 € |
| Verkauf | 2.000,00 € | 316,50 € | 1.683,50 € |
Eine Aktienposition bringt Geld auf zwei Wegen: über den Kursgewinn zwischen Kauf und Verkauf und über die Dividenden, die jährlich fließen. Der Rechner fasst beides zusammen und zieht die Steuer ab: Rendite = (Verkaufserlös nach Verkaufsgebühr + Dividenden − Anschaffungskosten mit Kaufgebühr − Steuer) ÷ Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten schließen die Kaufgebühr ein, der Erlös ist um die Verkaufsgebühr gemindert, und gezählt werden nur volle Jahre: 50 Aktien mit 4 € Ausschüttung je Aktie bringen 200 € pro Jahr, über 3 Jahre also 600 €. Das ist die Sicht auf eine einmal gekaufte Position; wer eine laufende Rate anspart, rechnet mit dem Sparplanrechner.
Die Gesamtrendite beschreibt den ganzen Zeitraum. Um sie auf ein Jahr herunterzurechnen, dividiert der Rechner nicht einfach durch die Jahreszahl, sondern annualisiert geometrisch mit (1 + R)^(1/n) − 1. Der Unterschied ist keine Spitzfindigkeit: 57,1 % über 3 Jahre ergeben so 16,2 % pro Jahr, während die einfache Division 19,0 % anzeigen würde. Die einfache Rechnung unterstellt, jedes Jahr bringe denselben absoluten Gewinn, und überspringt damit genau den Effekt, der langfristig die Rendite treibt: die Verzinsung der bereits erwirtschafteten Gewinne. Über viele Jahre wächst die Lücke zwischen beiden Angaben beträchtlich. Erst ab einem vollen Jahr ist die p.a.-Angabe definiert, bei einer Haltedauer von 0 zeigt der Rechner deshalb keinen Wert an.
Gewinne aus dem Verkauf von Aktien sind Kapitalerträge und werden im Jahr des Verkaufs mit dem Einheitssatz von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag besteuert (§ 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG), unabhängig davon, wie lange Sie die Aktien gehalten haben. Seit der Reform zum 1. Januar 2009 gibt es für Wertpapiere keine Spekulationsfrist mehr; der Bundesfinanzhof hat das 2019 noch einmal klargestellt. Die verbreitete Annahme, Aktien würden nach einem Jahr steuerfrei, ist deshalb überholt: Die frühere Ein-Jahres-Frist für private Veräußerungsgeschäfte greift nur noch bei Wirtschaftsgütern, deren Verkauf keine Kapitalerträge sind, zum Beispiel Gold. Im Modell zählt der Kursgewinn deshalb einfach zum Einkommen des Verkaufsjahres und teilt sich den Sparer-Pauschbetrag mit der Dividende desselben Jahres; für die Fristfrage braucht es keine Kalenderdaten und keinen zweiten Rechner.
Dividenden sind Kapitalerträge nach § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG. Die Bank zieht die Steuern direkt beim Zufluss ein: 25 % Kapitalertragsteuer (§ 32d Abs. 1 EStG), darauf 5,5 % Solidaritätszuschlag (§ 3 Abs. 1 Nr. 5 SolzG 1995) und bei Kirchensteuerpflicht 8 % oder 9 % Kirchensteuer, je nach Bundesland. Davor setzt die Bank den Sparer-Pauschbetrag ab, 1.000 € bei Einzelveranlagung und 2.000 € bei Zusammenveranlagung (§ 20 Abs. 9 EStG), und zwar in jedem Jahr erneut. Genau so rechnet dieses Modell Jahr für Jahr: 200 € Dividende pro Jahr bleiben drei Jahre lang vollständig steuerfrei, solange Sie den Pauschbetrag nicht anderweitig verbraucht haben. Im Verkaufsjahr teilen sich Dividende und Kursgewinn denselben Pauschbetrag, die Dividende geht dabei zuerst durch. Bei Kirchensteuerpflicht folgt die Rechnung dem Abzug der Banken nach § 51a Abs. 2a EStG: Die Kapitalertragsteuer ermäßigt sich selbst, sie sinkt nicht nur um einen Zuschlag obendrauf.
Einrechnen sollten Sie die Ordergebühren beider Seiten des Geschäfts: Das Kaufentgelt erhöht die Anschaffungskosten, das Verkaufsentgelt mindert den Erlös. Bei 10 € je Order kostet eine 2.000-€-Position damit 20 € Gewinn, bei einem kleinen Posten von 500 € sind es bereits 4 % der Summe. Kleine Orders bei Flatrate-Brokern schneiden deshalb proportional besser ab, obwohl ihre feste Gebühr gleich bleibt. Nicht abbilden kann der Rechner die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs (Spread), laufende Depotgebühren und Kosten, die durch Nachkäufe desselben Titels entstünden; das Modell kennt nur zwei einmalige Pauschalen.
Die Ausschlüsse stehen bewusst auf der Ergebnisseite, hier noch einmal mit Begründung:
50 Aktien, Kaufkurs 80 €, Verkaufskurs 120 €, 3 Jahre Haltedauer, 4 € Dividende je Aktie und Jahr. Der Kursgewinn beträgt 2.000,00 €, die Dividenden von 600,00 € bleiben in allen drei Jahren komplett im Sparer-Pauschbetrag. Im Verkaufsjahr kostet der Gewinn daher Steuer auf 2.200,00 € abzüglich des 1.000-€-Freibetrags, also auf 1.200,00 €: 316,50 €. Insgesamt bleiben 2.283,50 € nach Steuern, das sind 57,1 % Gesamtrendite und 16,2 % pro Jahr. Beispiel im Rechner öffnen.
200 Aktien, Kaufkurs 50 €, Verkaufskurs 60 €, ein Jahr Haltedauer, 2 € Dividende je Aktie, 10 € Ordergebühr je Seite, kirchensteuerpflichtig in Nordrhein-Westfalen. Der Kursgewinn von 1.980,00 € ist steuerpflichtig; Dividende (400,00 €) und Kursgewinn teilen sich den Pauschbetrag von 1.000 €, es bleiben 1.380,00 € steuerpflichtiger Ertrag, darauf entfallen 386,33 € Steuer. Die Gesamtrendite beträgt 19,9 %. Beispiel im Rechner öffnen.
Die Gesamtrendite setzt Kursgewinn und Dividenden ins Verhältnis zu Ihrer Investition: (Verkaufserlös plus alle Dividenden minus Kaufpreis und Gebühren minus Steuer) geteilt durch die Anschaffungskosten, mal 100. Bei 50 Aktien, Kauf 80 €, Verkauf 120 € und 4 € Dividende je Aktie und Jahr über 3 Jahre sind das 2.283,50 € Gewinn nach Steuern auf 4.000 € Einsatz, also 57,1 %. Die jährliche Sicht formt daraus 16,2 % p.a.
Ja. Seit der Reform zum 1. Januar 2009 sind Gewinne aus dem Verkauf von Aktien immer Kapitalerträge und werden mit dem Einheitssteuersatz von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag besteuert, unabhängig von der Haltedauer (§ 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG). Die früher geltende Ein-Jahres-Frist für private Veräußerungsgeschäfte erfasst nur noch Wirtschaftsgüter, deren Verkauf keine Kapitalerträge sind, etwa Gold; für Aktien gilt sie nicht mehr. Der Sparer-Pauschbetrag mindert auch den Verkaufsgewinn, soweit ihn die Dividenden desselben Jahres nicht schon verbraucht haben.
Dividenden sind Kapitalerträge nach § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG. Die Bank zieht beim Zufluss 25 % Kapitalertragsteuer ab (§ 32d Abs. 1 EStG), darauf 5,5 % Solidaritätszuschlag und bei Kirchensteuerpflicht 8 % oder 9 % Kirchensteuer. Zuvor wird der Sparer-Pauschbetrag berücksichtigt: 1.000 € bei Einzelveranlagung, 2.000 € bei Zusammenveranlagung, und zwar in jedem Jahr erneut. Bei Kirchensteuerpflicht ermäßigt sich die Kapitalertragsteuer selbst, weil die Bank nach § 51a Abs. 2a EStG abzieht.
Die Gesamtrendite beschreibt den ganzen Zeitraum, die Rendite p.a. rechnet sie auf ein Jahr herunter. Der Rechner annualisiert geometrisch mit (1 + Rendite)^(1/Jahre) minus 1, weil ein gleichbleibender Prozentsatz pro Jahr dem Zinseszinseffekt entspricht: 57,1 % über 3 Jahre ergeben 16,2 % pro Jahr, während die einfache Division 19,0 % anzeigen würde. Bei einer Haltedauer von 0 gibt es kein volles Jahr, der Rechner zeigt dann keinen p.a.-Wert an.
Die Ordergebühren beider Seiten des Geschäfts: das Orderentgelt beim Kauf erhöht Ihre Anschaffungskosten, das beim Verkauf mindert den Erlös. Bei 10 € Gebühr je Order sinkt der Gewinn einer Position um 20 €, bei kleineren Beständen ist der relative Effekt deutlich größer. Nicht einrechnen können Sie Spreads zwischen Kauf- und Verkaufskurs, laufende Depotgebühren und Fremdspartenkosten; das Modell kennt nur die beiden einmaligen Pauschalen.
Mehrere Dinge, die erst in der Veranlagung wirken: die Günstigerprüfung mit dem persönlichen Steuersatz und die Verlustverrechnung, nach der Aktienverluste nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden dürfen. Auch ausländische Quellensteuer auf Dividenden, Kapitalmaßnahmen während der Haltedauer, Nachkäufe desselben Titels, schwankende Dividenden und Kursschwankungen zwischen Kauf und Verkauf bleiben außen vor. Das Ergebnis ist eine Modellrechnung, keine Anlage- oder Steuerberatung.
Stand: · zuletzt geprüft:
Aktien Rechner: Rendite und Gewinn berechnen · https://easytools4me.de/aktien-rechner/
Stand: 01.01.2026 · zuletzt geprüft: 02.08.2026
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