Unrealistische Versprechen sind leichter zu erkennen, wenn Leistungen, Verantwortung und Messung vor Vertragsbeginn konkret geklärt werden. Die meisten Warnsignale zeigen sich bereits im ersten Gespräch.
Typische Warnsignale
Garantierte Positionen, geheime Methoden, Linkpakete ohne Quellenangabe, lange Bindung ohne Leistungsbeschreibung und künstlicher Zeitdruck sprechen gegen eine belastbare Zusammenarbeit. Keines dieser Signale ist für sich genommen ein Beweis, treten mehrere zusammen auf, ist Vorsicht angebracht.
- Zusagen auf bestimmte Plätze. Das Ergebnis liegt bei Google, nicht beim Dienstleister. Niemand kann es zusichern.
- Unaufgeforderte Anrufe oder Mails mit angeblichen Fehlern auf Ihrer Website, verbunden mit sofortigem Handlungsdruck.
- „Wir kennen jemanden bei Google." Es gibt keinen solchen Zugang.
- Angebliche Google-Zertifizierung für SEO. Existiert nicht; Zertifikate gibt es nur für Google Ads.
- Feste Linkmengen pro Monat. Verweise, die sich in Stückzahlen verkaufen lassen, entstehen nicht redaktionell.
- Zugänge auf Agenturkonten. Search Console, Analytics und Unternehmensprofil müssen Ihnen gehören.
Der Zeitdruck-Test
Seriöse Anbieter haben kein Problem damit, dass Sie ein Angebot eine Woche prüfen. Wer mit ablaufenden Sonderkonditionen, einem angeblich letzten freien Platz oder einem drohenden Google-Update zur schnellen Unterschrift drängt, verkauft nicht Optimierung, sondern Dringlichkeit.
Was im Vertrag stehen sollte
Konkrete Liefergegenstände statt Tätigkeitsbeschreibungen, benannte Ansprechpartner, Laufzeit und Kündigungsfrist, Regelung zu Datenzugängen nach Vertragsende und eine Aussage dazu, wem erstellte Inhalte gehören. Fehlt der letzte Punkt, kann es passieren, dass Texte nach der Kündigung entfernt werden.
Wenn Sie bereits in einem solchen Vertrag stecken
Sichern Sie zuerst die Zugänge und exportieren Sie vorhandene Daten. Prüfen Sie danach, welche Verweise in Ihrem Namen aufgebaut wurden. Und lassen Sie sich nicht zu übereilten Aufräumaktionen drängen, auffällige Links werden von Google in der Regel schlicht ignoriert, ein voreiliges Entwerten richtet häufiger Schaden an als der Bestand selbst.