Local SEO entscheidet sich in einem anderen Ergebnisbereich als die klassische Suche. Wer verstehen will, warum ein Wettbewerber im Kartenblock steht und man selbst nicht, muss zuerst wissen, wonach dieser Block sortiert.
Der lokale Ergebnisblock folgt eigenen Regeln
Google bewertet für den Kartenbereich im Kern drei Größen: die inhaltliche Passung zwischen Anfrage und Unternehmensprofil, die Entfernung zum Suchenden und die Bekanntheit des Betriebs. Die Entfernung ist der Grund, warum es „die eine“ Position im lokalen Ergebnis nicht gibt, wer zwei Straßen weiter sucht, sieht möglicherweise eine andere Reihenfolge.
Praktisch heißt das: Eine Rangliste aus dem eigenen Büro ist keine belastbare Auskunft. Prüfen Sie stattdessen an mehreren Punkten Ihres Einzugsgebiets, wie Ihr Betrieb dort erscheint.
Was Sie beeinflussen können, und was nicht
Die Entfernung ist gesetzt, solange Sie nicht umziehen. Passung und Bekanntheit sind dagegen Arbeit:
- Passung: exakte Hauptkategorie, einzeln gepflegte Leistungen, Beschreibungstext, der die tatsächlichen Suchbegriffe aufgreift
- Bekanntheit: Bewertungen mit stetigem Zulauf, regionale Erwähnungen, konsistente Einträge in relevanten Verzeichnissen
- Website: eine echte Leistungsseite je Kernangebot statt einer Sammelseite
Woran es in der Praxis meist scheitert
Selten an Feinheiten, fast immer an Grundlagen. Eine falsch gewählte Hauptkategorie kostet mehr Sichtbarkeit als jede Textoptimierung sie zurückholt. Abweichende Adressschreibweisen zwischen Website, Profil und Verzeichnissen schwächen die Zuordnung. Und ein Profil ohne aktuelle Fotos wirkt auf Suchende schlicht aufgegeben.
Was sich zu messen lohnt
Die Profilstatistik zeigt Aufrufe, Anrufe, Routenanfragen und Websiteklicks. Diese Zahlen sind aussagekräftiger als jede Positionsangabe, weil sie tatsächliches Verhalten abbilden. Ein Anstieg der Routenanfragen ist ein besserer Beleg für lokale Sichtbarkeit als ein Screenshot mit Platz 2.