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SEO / Suchmaschinenoptimierung

SEO-Wissen

SEO selber machen

Welche SEO-Aufgaben Unternehmen selbst übernehmen können und wann spezialisierte Unterstützung sinnvoll ist.

Vieles an Suchmaschinenoptimierung ist Handwerk, kein Geheimwissen. Wer bereit ist, sich ein paar Stunden im Monat zu nehmen, kommt bei überschaubarem Wettbewerb erstaunlich weit, vorausgesetzt, die Reihenfolge stimmt.

Womit Sie anfangen sollten

Richten Sie zuerst die Google Search Console ein. Sie ist kostenlos und beantwortet die einzige Frage, die am Anfang zählt: Für welche Suchanfragen erscheint die Seite heute schon? Fast jede Website hat solche Begriffe, meist ohne dass jemand sie geplant hätte. Diese vorhandene Nachfrage auszubauen ist deutlich einfacher, als eine neue aufzubauen.

Danach prüfen Sie, ob Ihre wichtigen Seiten überhaupt im Index stehen. Die URL-Prüfung in der Search Console sagt Ihnen das pro Adresse. Eine Seite, die nicht indexiert ist, können Sie beliebig lange optimieren, sie wird nicht erscheinen.

Ein realistischer Monatsrhythmus

Statt einer großen Aktion im Quartal wirkt eine kleine, feste Routine besser:

  • Einmal im Monat die Search Console durchsehen: neue Suchanfragen, gesunkene Positionen, Fehlermeldungen.
  • Eine bestehende Seite gründlich verbessern, statt zwei neue oberflächlich anzulegen.
  • Interne Links ergänzen, wenn ein neuer Beitrag zu einem älteren passt.
  • Das Google-Unternehmensprofil aktuell halten und auf Bewertungen antworten.

Wo Laien am häufigsten Zeit verlieren

Zwei Muster sehe ich immer wieder. Erstens: die Jagd nach technischen Detailwerten, während die Inhalte dünn bleiben. Ein perfekter Wert im Geschwindigkeitstest rettet keine Seite, die die Frage des Nutzers nicht beantwortet. Zweitens: ständig neue Seiten anlegen, ohne die alten zu pflegen. Nach zwei Jahren steht dann ein Bestand aus sechzig halbfertigen Texten, die sich gegenseitig Konkurrenz machen.

Wann externe Hilfe wirklich lohnt

Selbst machen stößt an Grenzen, wenn ein Relaunch ansteht, wenn der Traffic ohne erkennbaren Grund einbricht, wenn Inhalte in größerem Umfang umgezogen werden müssen oder wenn der Wettbewerb professionell arbeitet. In diesen Fällen ist eine begrenzte Beratung meist günstiger als der Versuch, sich in Serverkonfiguration und Weiterleitungslogik einzuarbeiten, und dabei versehentlich Rankings zu löschen, die über Jahre entstanden sind.

Alles andere (Texte, Struktur, Profilpflege, interne Verlinkung) können Sie mit etwas Disziplin selbst erledigen. Sie kennen Ihre Kunden ohnehin besser als jede Agentur.