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SEO / Suchmaschinenoptimierung

SEO-Wissen

SEO-Kosten transparent planen

SEO-Kosten hängen von Ausgangslage, Wettbewerb, Umfang und internen Ressourcen ab. So entsteht ein nachvollziehbares Budget.

Pauschale Preisversprechen helfen wenig. Ein kleines lokales Angebot mit gepflegter Website verursacht einen völlig anderen Aufwand als ein gewachsener Shop mit 4.000 Artikeln oder eine Plattform, bei der nach einem Relaunch die halbe Seitenstruktur nicht mehr indexiert wird.

Woran sich der Aufwand tatsächlich bemisst

Entscheidend ist selten die Unternehmensgröße, sondern der Zustand des Bestands. Ich schaue mir vor jedem Angebot vier Dinge an: Wie viele Seiten sollen wirklich Umsatz bringen? Wie sauber ist die technische Basis? Wie stark ist der Wettbewerb bei genau diesen Suchbegriffen? Und wie viel kann das Team intern selbst übernehmen?

Der letzte Punkt wird regelmäßig unterschätzt. Wenn jemand im Haus Texte schreiben und Freigaben erteilen kann, sinkt der externe Aufwand erheblich. Fehlt diese Person, wird aus einem Beratungsprojekt eine Redaktionsdienstleistung, mit entsprechend anderem Preis.

Größenordnungen, damit Sie Angebote einordnen können

Die folgenden Spannen stammen aus Projekten im Rheinland und sind bewusst grob. Sie ersetzen keine Kalkulation, verhindern aber, dass Sie ein Angebot ohne jeden Anhaltspunkt bewerten müssen.

LeistungTypischer RahmenWann sinnvoll
Technisches Audit, einmaligca. 1.500–4.000 €Vor Relaunch, nach Traffic-Einbruch, bei Indexierungsproblemen
Keyword- und Seitenplanungca. 1.200–3.500 €Einmal zu Projektbeginn, danach jährlich prüfen
Laufende Betreuung, kleinca. 500–900 € / MonatLokaler Dienstleister, überschaubarer Wettbewerb
Laufende Betreuung, mittelca. 1.200–2.500 € / MonatMehrere Standorte oder Leistungsfelder
Einzelne Textseite, redaktionellca. 250–700 €Wenn intern niemand schreiben kann

Auffällig günstige Monatspauschalen unter 300 € decken in der Praxis kaum mehr als ein automatisiertes Reporting ab. Das ist nicht per se unseriös, aber es ist eben auch keine Optimierung.

Einmalige und laufende Arbeiten sauber trennen

Audit, Migration und der Aufbau einer neuen Seitenstruktur sind Projekte mit Anfang und Ende. Pflege, Redaktion, Monitoring und digitale Öffentlichkeitsarbeit sind Daueraufgaben. Wer beides in eine Pauschale wirft, kann später nicht mehr nachvollziehen, wofür er zahlt, und merkt nicht, wenn nach dem dritten Monat nur noch Berichte verschickt werden.

Angebote vergleichbar machen

Ein belastbares Angebot nennt Ziele, konkrete Leistungen, Verantwortlichkeiten, Liefergegenstände und Messpunkte. Vage Pakete mit Linkmengen oder versprochenen Positionen lassen sich nicht vergleichen, weil die entscheidende Größe fehlt: der Aufwand.

  • Welche Seiten werden konkret bearbeitet, mit Liste, nicht mit Anzahl?
  • Wer schreibt die Texte, wer gibt frei, wer pflegt ein?
  • Welche Kennzahlen werden berichtet und in welchem Rhythmus?
  • Wie lang ist die Bindung, und was passiert bei Kündigung mit Zugängen und Daten?

Fragen Sie außerdem, wem die Konten gehören. Analytics, Search Console und Google-Unternehmensprofil sollten auf Ihre Firma laufen, nicht auf die Agentur. Das klingt nebensächlich, entscheidet aber darüber, ob Sie nach einem Wechsel bei null anfangen.

Was ein realistisches Budget zuerst abdecken sollte

Bei begrenztem Budget zahlt sich Konzentration aus. Erst die zwei, drei Seiten mit echtem Geschäftswert, meist die Hauptleistung und die lokale Landingpage. Dann die technische Basis, damit diese Seiten überhaupt sauber indexiert werden. Erst danach Breite. Wer umgekehrt beginnt, verteilt sein Geld auf dreißig Seiten, von denen keine stark genug wird.